Ausstellungen am 6./7. November

Nach einem Jahr Pause: Die Puppenfesttage kommen zurück nach Eschwege

Wirken täuschend echt: Sogenannte Reborn-Puppen, wie sie hier von einer Frau auf einem Puppenfesttag gehalten wird, werden den meisten Platz in den drei Ausstellungshallen der Puppenfesttage einnehmen. Archivfoto: Salewski
+
Wirken täuschend echt: Sogenannte Reborn-Puppen, wie sie hier von einer Frau auf einem Puppenfesttag gehalten wird, werden den meisten Platz in den drei Ausstellungshallen der Puppenfesttage einnehmen.

Am ersten November-Wochenende werden wieder mehrere Tausend Besucher bei den Puppenfesttagen in Eschwege erwartet. Zum 27. Mal finden sie in der Kreisstadt statt.

Eschwege – Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr pandemiebedingt abgesagt werden musste, ist die Nachfrage aus dem In- und Ausland jetzt wieder stark.

Festtage auch für Hotelerie und Gastronomie

Für das erste November-Wochenende stehen laut Tourist-Info nur noch sehr wenige Gästezimmer zur Verfügung. Die meisten Besucher hätten ihre Unterkünfte schon lange im Vorfeld gebucht, sagt Leiterin Miriam Gerke. Der Ausfall von 2020 habe der Veranstaltung nicht geschadet. Für Vermieter, Gastronomie und Einzelhandel hätten die Puppenfesttage eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Anfang November sei touristisch keine gut frequentierte Zeit. „Da sorgen die Puppen-Gäste nochmal für volle Häuser.“ Aus Sachsen finden beispielsweise Tagesfahrten mit dem Bus nach Eschwege statt. Für 46 Euro wird den Teilnehmern ein Tag Unterhaltung in Eschwege geboten.

Ausstellungen in drei Hallen

Rund 130 Aussteller werden am 6. und 7. November erwartet. Sie stellen in drei Hallen aus. Für alle Aussteller und Besucher gilt die 3G-Regel. Neben Puppen werden auch wieder Bären ausgestellt und verkauft. Für alle gibt es Kleidung, Zubehör und Reperaturutensilien. Den meisten Platz nehmen die sogenannten Reborn-Puppen ein. Das sind handgefertigte Puppen, die echten Kindern täuschend ähnlich sehen. Der Trend zur Babypuppe für Erwachsene kommt aus Amerika, doch auch in Deutschland wird er immer beliebter. Veranstalterin Leokadia Wolfers hat auf den Trend reagiert, als sie die Veranstaltung übernommen hat.

Seit 1994 durchgängig in Eschwege

Seit 2012, nachdem der Eschweger Dollami-Verlag, der die Puppentage 1994 ins Leben rief, Insolvenz angemeldet hatte, organisiert Leokadia Wolfers die in Szenekreisen hoch angesehene Veranstaltung in alleiniger Verantwortung. Zu Spitzenzeiten kamen fast 200 Aussteller und 5000 Besucher nach Eschwege. Seit der Erstauflage durch Helmut Fischer 1994 finden die Puppentage in der Eschweger Stadthalle statt. Während der Renovierungsphase wichen die Aussteller in die Hallen am Oberstufengymnasium aus. Inzwischen sind zur Stadthalle auch Dünzebacher Torturmhall und Jahn-Turnhalle dazugekommen.

Öffnungszeiten und Tickets

Öffnungszeiten: Am Samstag sind die Hallen von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet acht Euro. Die erworbenen Eintrittskarten von 2020 sind auch 2021 noch gültig, teilt die Veranstalterin mit. Es gilt die 3G-Regel. (Tobias Stück)

Initiative Stadtmarketing organisiert Rahmenprogramm in Eschwege

Die Initiative Stadtmarketing organisiert rund um die Puppenfesttage ein Rahmenprogramm. Am Samstag, 6. November, gastiert das Kunstprojekt Flashlines am Werraufer gegenüber der Innenstadt. Von 18 bis 22 Uhr werden Lichtprojektionen an verschiedenen Ufergebäuden zu sehen sein. Unterstützt wird das Programm vom Land Hessen, das mit dem Programm „75 Jahre Hessen – meine Heimat, mein Zuhause“ gleichzeitig den Landesgeburtstag feiert. Die Kreuzung wird an diesem Abend für den Verkehr gesperrt. Am Anfang des Stads wird ein Biergarten mit Gastronomie und Livemusik aufgebaut.

Am Sonntag haben die Geschäfte in der Eschweger Innenstadt geöffnet. Besonders für Kinder wird in der Fußgängerzone ein Unterhaltungsprogramm mit Puppen- und Drehorgelspieler angeboten. Dazu gastiert auf dem Werdchen der Antik- und Trödelmarkt. ts

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.