Einsatzzahlen steigen

Nach Corona-Lockdown wird wieder häufiger der Notruf gewählt

Ein Rettungsfahrzeug mit der Aufschrift „112“ in der Detailansicht (Symbolbild)
+
Wer im Werra-Meißner-Kreis die 112 wählt, landet in der Leistelle in Eschwege

Wer im Werra-Meißner-Kreis den Notruf 112 wählt, der landet in der Zentralen Leitstelle in Eschwege. Von hier aus wurden im vergangenen Jahr 20 538 Einsätze disponiert. Das sind 1642 Einsätze für Feuerwehr und Rettungsdienst mehr als noch im Vorjahr.

Werra-Meißner – Ganz konkret sind die Einsatzzahlen für den Rettungsdienst wieder angestiegen. Waren es 2020 noch 13 434, so lag die Zahl im vergangenen Jahr fast 1000 Einsätze höher (14 427). „Während des Lockdowns gab es eine deutliche Verringerung der Einsatzzahlen, nunmehr steigen die Zahlen im Rettungsdienst kontinuierlich wieder an“, teilt Landkreissprecher Jörg Klinge auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Die Zahl der Krankentransporte, beispielsweise zur Dialyse ist nahezu gleich geblieben. 3974 Transporte dieser Art gab es 2021, im Vorjahr waren es noch 3678.

Im Bereich des Brandschutzes liegen die Zahlen im Bereich der Vorjahreswerte, wenn man die unwetterbedingten Alarmierungen rausrechnet. Zu 430 Brandeinsätzen und 453 Hilfeleistungen, dazu gehören vollgelaufene Keller, Bäume auf Straßen oder auch Unfälle, mussten die Feuerwehren der Region ausrücken. Im Vorjahr 2020 waren es 494 Brandeinsätze und 400 Hilfeleistungen.

Etwa auf Vorjahresniveau sind die Einsatzzahlen, bei denen mit dem Stichwort „Auslösung Rauchwarnmelder“ alarmiert wurde. 2021 waren es hier 20 Einsätze, im Jahr 2020 noch 17. Zweimal hatte es 2021 tatsächlich gebrannt.

Diese Zahlen dürfe man aber nicht zur Annahme nehmen, dass Rauchmelder nur fälschlicherweise auslösen. „Nicht berücksichtigt sind hier beispielsweise Einsätze, bei denen in der Nacht ein Rauchwarnmelder Personen geweckt hat und diese dann einen Zimmerbrand oder Ähnliches gemeldet haben“, so Jörg Klinge. Die Feuerwehr rät deshalb eindringlich zu Rauchmeldern in den eigenen vier Wänden. Bereits seit 2020 sind diese in Hessen auch in Bestandsbauten vorgeschrieben.

Ebenfalls durch die Zentrale Leitstelle angeboten wird die sogenannte Telefon-Reanimation (siehe Hintergrundkasten). Sie soll eine schnelle Hilfe ermöglichen bei den laut Bundesgesundheitsministerium bundesweit jährlich rund 60 000 Herzstillständen. 2020 wurde bei nur 40 Prozent aller Herz-Kreislauf-Stillstände die Reanimation durch einen Laien begonnen. Diese Zahl soll erhöht werden. (Konstantin Mennecke)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.