Nach Vandalismus: Meißner-Loipen teilweise wieder befahrbar

Nach Vandalismus: Einige Kiloemter der beschädigten Loipen konnte wieder frisch präpariert werden. Archivoto: Fobert

Hoher Meißner. Die zerstörten Loipen auf dem Hohen Meißner sind auf einer Strecke von etwa drei Kilometern wieder befahrbar.

Das teilten Naturpark-Geschäftsführer Marco Lenarduzzi und Mitarbeiterin Susanne Pfingst mit. Die 1,5-Kilometer lange Schnupperrunde ist voll präpariert, die Skating-Tour ist zu einem Teil befahrbar.

Unbekannte hatten in der Nacht zu Dienstag große Teile der Strecken zerstört, weil sie mit ihren Autos darauf herumfuhren (wir berichteten). Weil die Schneedecke noch dünn und die Reifenabdrücke tief waren, glaubten Lenarduzzi und Pfingst zunächst nicht, dass die Loipen zeitnah frisch gespurt werden könnten. Doch Neuschnee in der Donnerstagnacht machte eine vorläufige Reparatur zumindest auf Teilen der Strecke möglich.

Nach der Bericherstattung in unserer Zeitung seien viele Hinweise und Rückmeldungen beim Naturpark eingegangen, berichtet Susanne Pfingst. Viele bezogen sich auf junge Autofahrer, die den großen Parkplatz auf dem Meißner-Plateau am Montagabend mit mehreren Fahrzeugen für Schlidderpartien - das sogenannte Driften - genutzt haben sollen. Ob es einen Zusammenhang mit der Zerstörung der Loipen gibt, ist aber bislang nicht geklärt.

Die Polizei fuhr nach den Vorfällen mit einer Streife über den Meißner, auch die Mitarbeiter des Naturparks wollen in Zukunft verstärkt kontrollieren. Denn das Maß der Zerstörung geht über einen Bubenstreich hinaus, betont Susanne Pfingst. „Hier werden Tiere in ihrer Ruhe gestört und Menschen in ihrer Freizeitgestaltung eingeschränkt. Auch ein wirtschaftlicher Schaden ist entstanden.“

Das wichtigste sei aber, betonen Pfingst und Lenarduzzi, dass die Menschen in Zukunft sensibilisiert sind und verdächtige Beobachtungen melden. Lenarduzzi: „Es soll keiner denken, dass der Meißner ein rechtsleerer Raum ist. Auch hier wird kontrolliert.“

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