Die Retter von morgen

Nach zehn Jahren wieder Jugendfeuerwehr in Völkershausen

Die neue Jugendfeuerwehr in Völkershausen.
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Die neue Jugendfeuerwehr in Völkershausen.

Zehn Jahre lang gab es in Völkershausen keine Jugendfeuerwehr mehr. Jetzt haben Nachwuchsbrandschützer aber wieder die Möglichkeit, sich in der Freiwilligen Feuerwehr zu engagieren. Denn Jan Gessert und Yannik Konklowsky haben die Betreuung der Jugendlichen übernommen.

Völkerhausen - 2008 gab es die letzte richtige Aktion der vergangenen Jugendfeuerwehr, 2011 wurde sie dann ganz aufgelöst, so Gessert. Es habe nicht genügend Jugendliche gegeben, die diesem Hobby gerne nachgehen wollten, vermutet er. Das sei nun anders, es gebe generell mehr Jugendliche, einige Familien seien mit ihren Kindern nach Völkershausen zurückgekehrt.

Einige interessierte Kinder gab es bereits im Vorfeld – unter anderem Gesserts beide Söhne sowie Konklowskys kleine Schwester. „Drei Kinder hätten wir also auf jeden Fall gehabt, deswegen wollten wir den Anstoß für alle geben“, sagt Gessert.

Nach Infotag kamen die Anmeldungen

Nach dem Infotag zur Jugendfeuerwehr in Völkershausen vor zwei Wochen trudelten nach und nach weitere Anmeldungen bei Gessert ein. „Der Infotag war ein richtiger Erfolg“, sagt Gessert. Der 46-jährige und sein 20 Jahre jüngerer Stellvertreter betreuen nun fünf Mädchen und vier Jungen – vielleicht sogar auf ihren Weg in den aktiven Dienst. „Neun Kinder sind eine schöne, familiäre Größe“, sagt Gessert, der früher selbst in Völkershausen bei der Jugendfeuerwehr war, damals noch unter der Leitung von Herbert Hüter.

Der Selbstständige arbeitet die Woche über in seinem Familienunternehmen für Fahrradschmiermittel in Düsseldorf, wo er mit seiner Familie viele Jahre lang auch gelebt hat. Die Familie ist 2019 nach Völkershausen, der Ort, in dem Gessert selbst aufgewachsen ist, zurückgekehrt. „Ich fand es schade, dass es in Völkershausen keine eigene Jugendfeuerwehr mehr gab. Mich hat sie für mein ganzes Leben sehr geprägt“, sagt der Jugendwart.

Verantwortung und Kameradschaft werden vermittelt

Der Jugend werde über die Feuerwehr Verantwortung, Kameradschaft und die Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft vermittelt: Denn brennt im Fachwerkdorf Völkershausen ein Haus, könne es sich leicht auf den ganzen Ort ausbreiten, erklärt Gessert. So sei es ihm damals schon beigebracht worden.

Der 26 Jahre alte Yannik Konklowsky stammt ebenfalls aus Völkershausen und ist eingefleischter Feuerwehrmann. Seit 2004 ist er Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr. Er freue sich auf viele interessante Übungsdienste und andere Freizeitaktivitäten, sagt er. Denn mit ihren Schützlingen stehen nicht nur Löschübungen, Wettkämpfe und Brandschutzerziehung während der Feuerwehrausbildung an.

Es soll vor allem auch viel Geselliges im Vordergrund stehen: gemeinsames Plätzchenbacken zum Beispiel ebenso wie verschiedenste Ausflüge, etwa zum Weihnachtsmarkt. „Die Feuerwehr ist etwas, bei dem die Dorfjugend richtig zusammenwachsen kann“, weiß Gessert aus Erfahrung.

Die Jugendfeuerwehr trifft sich jeden zweiten Samstag, ab 10 Uhr, im Feuerwehrhaus. (Jessica Sippel)

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