Mit "Nachbar Paschulke": Rettungshundestaffel Werra-Meißner spielt in Imagefilm mit

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Vermisste Person gefunden: Alexandra Jedenak (links) und Anja Hoche von der Rettungshundestaffel Werra-Meißner erklären Schauspieler Helmut Krauss (rechts) alias Nachbar Paschulke aus der Kindersendung „Löwenzahn“, dass Rettungshund Snow mit Bellen seinen Erfolg anzeigt.

Ermschwerd. Lautes Gebell schallt durch den Wald. „Das geht aber nicht", stellt ein Spaziergänger die in leuchtorange gekleideten Störenfriede mit weißem Helm und ihre drei Hunde zur Rede.

„Wir haben Rettungshundetraining, unsere Hunde lernen, Menschenleben zu retten“, erklärt Anja Hoche, Ausbilderin in der Rettungshundestaffel Werra-Meißner. „Immer ‘ne Ausrede“, reagiert der Naturliebhaber ungläubig, woraufhin er zum Zuschauen eingeladen wird.

Anja Hoche aus Ermschwerd und ihr Rüde Snow sind Hauptdarsteller im Imagefilm des Bundesverbands Rettungshunde (BRH) „Warum bellt der Hund im Wald“. An der Seite von Schauspieler Helmut Krauss - vielen besser bekannt als Nachbar Paschulke aus der Kinderserie Löwenzahn - erklären sie die Arbeit von Rettungshunden.

Interessiert verfolgt Krauss im zweiminütigen Film, wie die Hundeführerin Snow ableint. Mit der markanten Kenndecke am Rumpf ist für den Hund das Kommando „Suchen“ das Signal, mit seiner feinen Nase das Gelände nach einer Person systematisch zu durchkämmen.

Während Hoche beim Streifzug durch das Unterholz einiges über ihre Arbeit verrät, beginnt Snow zu bellen. „Warum bellt der Hund?“, fragt Krauss. Hoche antwortet: „Er zeigt uns an, dass er jemanden gefunden hat!“ Begeistert fragt Krauss am Ende: „Gibt’s noch mehr von euch?“

Seit Dezember 2015 ist die Rettungshundestaffel Werra-Meißner beim BRH angesiedelt, der bundesweit größten Vereinigung in dem Bereich. Schon nach kurzer Zeit bestand guter Kontakt zur Nachbarstaffel in Göttingen.

Im April 2016 lud Stefan Sobotta, Zugführer der Göttinger Rettungshundestaffel und Mitglied im Bundesvorstand des BRH, zwei Teams zum Training nach Niedersachsen ein. Nichtsahnend machten sich Hoche und Alexandra Jedenak mit ihren Rüden Snow und Jazz an dem Morgen auf den Weg. „Wir wollen einen Imagefilm über unsere Sucharbeit mit Hunden drehen“, begrüßte Sobotta die Teams aus dem Nachbarkreis, dazu sechs aus den eigenen Reihen und drei Hunde zum Dreh in Lutter am Barenberge am Rande des Harz. Sobotta, Regisseur und Kameramann zugleich, drückte den Mitwirkenden das Drehbuch in die Hand.

Weil Hoches zwölfjähriger Snow, ein Husky-Mix, mit seinem hellen Fell wie geschaffen war für die Suchszenen im Wald, durfte sich die Ermschwerderin gleich mit der Hauptrolle anfreunden. Für sie ist der Film auch eine wertvolle Erinnerung: Ein halbes Jahr nach dem Dreh erkrankte er schwer und Hoche musste sich von ihrem geliebten Vierbeiner verabschieden.

Im sozialen Netzwerk Facebook wurde der Film bereits 19 000-mal angesehen: www.rhs-werra-meissner.de

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