Fahrdienst, Haushaltshilfe, Kaffeerunde

Nach der Pandemie: Nachbarschaftshilfe sucht zur Unterstützung von Senioren noch Helfer

Gehören zur Nachbarschaftshilfe: kleine Hilfen im Haushalt, etwa beim Einkaufen.
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Gehören zur Nachbarschaftshilfe: kleine Hilfen im Haushalt, etwa beim Einkaufen. (Symbolbild)

Viele Senioren haben sich während der Pandemie aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen. Viele sind jetzt geimpft. Die Nachbarschaftshilfe Eschwege will die Senioren unterstützen.

Eschwege - Die Dienste der Eschweger Nachbarschaftshilfe bieten ein breites Spektrum: ein Fahrdienst zu verschiedenen Terminen, kleine Hilfen im Haushalt oder die Veranstaltung einer monatlichen Kaffeerunde mit den älteren Mitbürgern. „Es ist jetzt wichtig, wieder etwas zu unternehmen“, sagt Irmtraud Goethe, die im Vorstand tätig ist und das Büro der Nachbarschaftshilfe jeden Mittwoch von zehn bis zwölf Uhr leitet.

Nun scheint, auch dank der guten Impfquote unter den Senioren, ein Schritt in Richtung Normalität wieder möglich. Dabei möchte die Nachbarschaftshilfe Eschwege die Senioren unterstützen.

Irmtraud Goethe, Nachbarschaftshilfe Eschwege

Vielseitiges Angebot

Die Nachbarschaftshilfe Eschwege setzt sich dafür ein, dass alltägliche Dinge wie Einkaufen, ein Friseurbesuch oder ein Kaffeekränzchen für die Menschen möglich sind. „Durch den demografischen Wandel leben viele ältere Menschen alleine. Wir wollen so helfen, wie es Nachbarn untereinander tun“, erklärt Irmtraud Goethe. „Es ist aber wichtig, dass man ihnen ebenfalls ihre Selbstständigkeit lässt“, fügt sie hinzu.

Helfer gesucht

Während der Pandemie konnte die Nachbarschaftshilfe ihre Angebote allerdings nicht wie geplant durchführen. Es fehlen die Helfer, vor allem im Fahrdienst. Viele ehrenamtliche Fahrer haben aufgrund der Infektionsgefahr erst mal keine Menschen in ihrem Auto mitnehmen wollen. „Wir brauchen dringend wieder Helfer, damit wir den Senioren optimal unter die Arme greifen können“, fordert Goethe auf. Trotzdem wurden die Senioren nicht allein gelassen: Ehrenamtliche Helfer haben oft angerufen und gefragt, wie es den Senioren geht. „Darüber haben sie sich sehr gefreut. Viele wollen sich einfach nur unterhalten. Damit ist schon eine Menge getan“, bestätigt Goethe.

Nach vorne schauen

Das Angebot der Nachbarschaftshilfe laufe momentan noch nicht so gut an, wie gehofft. „Die Leute befinden sich erst mal in einer Wartehaltung. Manche Senioren haben Angst vor einer vierten Welle.“ Wie Irmtraud Goethe beschreibt, sei es jetzt trotzdem wichtig für die Senioren, wieder in den Alltag zurückzufinden. Viele von ihnen hätten sich über ein Jahr nicht raus getraut und seien nun froh, wieder etwas unternehmen zu können. Sie sei bei der monatlichen Kaffeerunde mit den Senioren schon darauf angesprochen worden, ob es dieses Jahr wieder ein Sommerfest oder eine Tour mit der Werranixe gebe.

„Es ist gut, dass wieder ein bisschen Normalität einkehrt. Das Schlimmste wäre, wenn sich die Pandemie wiederholt, denn auch die Senioren haben dadurch eineinhalb Jahre ihres Lebens verloren.“ (Anna Schellhase)

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