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Bewusstsein für Landwirtschaft schaffen: Angehende Erzieher erhalten Impulse am Lawi-Infopfad Herleshausen

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Von: Emily Spanel

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Gemeinsam unterwegs am Lawi-Infopfad in den Herleshäuser Werraauen: Die Studenten der PIA-Klasse mit Initiatorin Magdalena Böckmann (7. von links) und Agrarwissenschaftlerin Dr. Marlene Laufer (grüne Jacke).
Gemeinsam unterwegs am Lawi-Infopfad in den Herleshäuser Werraauen: Die Studenten der PIA-Klasse mit Initiatorin Magdalena Böckmann (7. von links) und Agrarwissenschaftlerin Dr. Marlene Laufer (grüne Jacke). © Emily Hartmann

Herleshausen – Woher kommen eigentlich die Kartoffel, die Karotte im Salat und die saftig-fruchtige Birne? Ach ja, und woher kommt überhaupt der Salat? Fragen, die womöglich nicht jedes Kind beantworten kann. Geschweige denn, dass die Heranwachsenden schon eine Idee davon hätten, wie man selbst Gemüse, Getreide und Obst anpflanzt.

Generell, sie ist kompliziert, diese Sache mit dem Essen: Es soll den Kindern schmecken, Spaß machen, im Idealfall auch noch gesund sein – und dann ist da ja noch der Preis. Doch was auf den Teller kommt, hat automatisch auch Einfluss auf Klima und Umwelt.

Bewusster Umgang mit Ressourcen

Wertvolle Impulse in Sachen Nachhaltigkeit, für den bewussten Umgang mit Ressourcen und den Wert der Landwirtschaft hat Agrarwissenschaftlerin Dr. Marlene Laufer am Freitagmorgen den Studenten der PIA-Klasse (Praxisintegrierte Ausbildung) der Beruflichen Schulen Witzenhausen mitgegeben.

Auf Einladung von Magdalena Böckmann sind die 13 Auszubildenden nach Herleshausen gekommen, um hier den von Dr. Marlene Laufer ins Leben gerufenen Landwirtschaftlichen Informationspfad (kurz: LaWi-Infopfad) zu erkunden. Ein Besuch mit Mehrwert: Nicht nur diente die Zusammenkunft dem gegenseitigen, fruchtbaren Austausch – die angehenden staatlich anerkannten Erzieher tragen die gewonnen Erkenntnisse auch in ihre jeweiligen Einrichtungen. Tätig sind sie etwa in Kindertagesstätten in Herleshausen und Reichensachsen, Ulfen und Bad Sooden-Allendorf; auch mit beeinträchtigten Jugendlichen und Erwachsenen arbeiten die Studenten zusammen.

Anreize schaffen

Statt Kinder zu Nachhaltigkeit zu erziehen, sollte man ihnen Nachhaltigkeit einfach vorleben. „Man muss Anreize schaffen“, sagt die Herleshäuserin Dr. Marlene Laufer – „einfach machen“. Sie selbst hat den Kindergartenkindern der Herleshäuser Einrichtung beispielsweise einen „Kinderacker“ am LaWi-Infopfad zur Verfügung gestellt. Hier pflanzten die Kinder selbst unterschiedliche Kartoffelsorten ein und beobachteten das Wachstum (wir berichteten).

Die Tätigkeit als „Teilzeit-Landwirte“ hat nicht nur den Effekt, dass die Kinder etwas über die Herkunft ihrer Nahrungsmittel erfahren – viele von ihnen entdecken sogar frisches, selbst gezogenes Gemüse als Snack-Option.

„Die ehrenamtliche Tätigkeit von Dr. Marlene Laufer hat Vorbildcharakter“, lobte Organisatorin Magdalena Böckmann – und Nachmachen ist gern erwünscht.

Von Emily Hartmann

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