Hier geht es um die Wurst

Werra-Meißner-Kreis. Der Beruf des Fleischers hat bei den meisten keinen guten Ruf, ein Grund, warum die Branche dringend nach Nachwuchs sucht. „In den letzten Jahrzehnten haben sich die Bedingungen unseres Berufs sehr geändert, allerdings ist der Ruf immer noch nicht der beste“, erklärt Peter Fey.

Er ist Fleischermeister der Fleischerei Fey in Nesselröden und stellvertretender Obermeister der Fleischerinnung im Werra-Meißner-Kreis

Die schwerste Arbeit wird mittlerweile von Maschinen übernommen, die aus der Fleischerei nicht mehr wegzudenken sind. „So viel Kraft beim Schlachten oder Zubereiten wird somit gar nicht mehr benötigt“, fügt Fey an. Besonders wichtig ist allerdings ein ausgeprägter Sinn für Sauberkeit: „Sauberkeit ist das allerwichtigste in unserem Beruf, darauf muss sich der Kunde verlassen können“, so der Fleischermeister.

Hauptschulabschluss

Auszubildende, egal ob als Fleischer oder als Fleischereifachverkäuferin, sollten einen qualifizierten Hauptschulabschluss mitbringen, ein Verständnis für die Grundrechenarten und für Chemie mitbringen. „Man muss einfach verstehen in welchem Verhältnis man die Lebensmittel miteinander kombinieren muss“, erklärt Fey. Große körperliche Kraft zur Berufsausübung benötigt man heute nicht mehr, trotzdem sollte man kein Problem damit haben, körperlich arbeiten.

Die Lehrzeit der Auszubildenden beträgt in der Regel drei Jahre, bei überdurchschnittlichen Leistungen kann die Zeit auf zwei Jahre verkürzt werden. Die Ausbildung findet im Betrieb und an der Berufsschule statt. Zusätzlich gibt es eine überbetriebliche Ausbildung, in der besondere Fälle behandelt werden.

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Im ersten Lehrjahr werden die Grundlagen der Ausbildung gelegt, im zweiten und dritten Lehrjahr werden fachliche Komponenten behandelt und in den letzten sechs Monaten der Ausbildung gibt es eine fachliche Spezialisierung. Neben dem Herstellen der Waren sind mittlerweile auch neue Angebote und Dienstleistungen der Fleischer Teil der schulischen Ausbildung.

Fachverkäuferin

Auch der Beruf der Fleischereifachverkäuferin ist sehr abwechslungsreich: Man ist nicht nur für das Verkaufen der Waren verantwortlich, sondern auch für das Dekorieren und Anrichten von Platten und Speisen. Außerdem ist es sehr wichtig, die Kunden gut beraten zu können, egal ob bei der Zubereitung des Fleisches oder bei Inhaltsstoffen.

Das Besondere für Fey am Beruf des Fleischers ist, dass mit natürlichen Stoffen gearbeitet wird. „Nach der Arbeit benötige ich lediglich warmes Wasser, um meine Hände zu säubern“, sagt er.

Übrigens: „Gute Mitarbeiter werden immer gesucht, das wird in den kommenden Jahren noch viel wichtiger werden.“(sb)

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