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Janosz König ist bis 2026 Pfarrer in Langenhain und Vierbach

Vertritt die nächsten Jahre den stellvertretenden Dekan Ralph Beyer: Pfarrer Janosz König.
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Vertritt die nächsten Jahre den stellvertretenden Dekan Ralph Beyer: Pfarrer Janosz König.

Er ist nah bei den Menschen und so heißt auch sein Instagramprofil: Seit Oktober hat Pfarrer Janosz König die Pfarrstelle in Langenhain und Vierbach übernommen.

Eschwege – Seit Oktober hat Pfarrer Janosz König die Pfarrstelle in Langenhain und Vierbach übernommen. Bis 2026 wird er hier den stellvertretenden Dekan Ralph Beyer vertreten. Mit seiner Familie wohnt der Pfarrer aber weiterhin in Nentershausen, wo seine Ehefrau, Annette König, die Pfarrstellen innehat. Die Nähe zu den Menschen ist dem Pfarrer bei seiner Arbeit als Seelenhirte wichtig. Deshalb heißt sein Auftritt auf Instagram @nahbeidenmenschen.

„Über die sozialen Netzwerke erreiche ich viele Menschen, die ich sonst nicht ansprechen könnte“, sagte er. „Viele sind der Kirche zwar noch verbunden, aber sie gehen eben nicht mehr zu den Sonntagsgottesdiensten.“ Seit dem Beginn der Coronakrise setzt der Pfarrer die Möglichkeiten der Digitalisierung beruflich intensiver ein, nimmt Videogottesdienste auf und nutzt die modernen Kommunikationskanäle und Plattformen. Dort möchte er Gesicht zeigen und präsent für die Kirche und ihre Botschaft sein.

„Die Pandemie hat hier den Anschub gegeben, dass sich die Kirche getraut hat, auch neue Wege einzuschlagen – und ich hoffe, das bleibt. Trotzdem ist die persönliche Begegnung zwischen Menschen immer noch genauso wichtig“, ist er überzeugt. Präsenz-Gottesdienste habe er während der Pandemie regelmäßig abgehalten, auch wenn nur wenige Besucher da waren.

„Und wenn nur zwei Leute gekommen sind, diese beiden haben das bekommen, was sie gesucht haben“, sagte er. In seinen neuen Gemeinden in Langenhain und Vierbach hat er inzwischen ebenfalls schon Gottesdienste abgehalten und Taufen gefeiert. Geboren wurde Janosz König 1983 in Kirchheim-Bolanden bei Bad Kreuznach, aufgewachsen ist er am Niederrhein nahe Duisburg, wo er als Jugendlicher den Reitsport für sich entdeckt hatte. Von seinem Konfirmationsgeld kaufte er sich ein Pony, später ein Pferd. Heute ist er Vorsitzender des Reitvereins in Richelsdorf, doch aufs Pferd kommt er nicht mehr so oft.

Damals wollte er Tierarzt werden, doch dann entschied er sich für die Theologie. Latein, Altgriechisch und Hebräisch musste er auf der Uni erst lernen, ein Kraftakt. In Bethel, Münster und Marburg studierte er und lernte dabei seine Frau Annette Kennen. Heute hat das Paar zwei kleine Kinder und wohnt in Nordhessen.

„Ich bin sozusagen ein Beutehesse geworden“, sagte König. Seine erste Stelle als Pfarrer hatte er neun Jahre in Wildeck inne. Wichtig ist es ihm, in der Gemeinde etwas gemeinsam mit anderen Menschen zu tun und zusammenzuarbeiten. Theologisch haben ihn die Nähe zu Calvin und der Heidelberger Katechismus geprägt – ruhig, zuhörend, konstruktiv, so beschreibt er seine Herangehensweise. Die Gottesdienste finden in Langenhain und Vierbach derzeit alle zwei Wochen in Präsenz statt. Am ersten Advent werden die neuen Konfirmanden um 18 Uhr in Langenhain auf dem Grillplatz begrüßt, anschließend gibt es einen Grillabend gemeinsam mit den übrigen Vereinen im Ort. (Von Kristin Weber)

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