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Naturcamp Meinhard bleibt am Ostufer des Werratalsees bei Schwebda

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Von: Stefanie Salzmann

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Bleibt, wie es ist: Das Naturcamp Meinhard am Ostufer bekommt einen Pachtvertrag bis 2028. Die drei Investoren, die das Ufer auf verschiedene Weise touristisch entwickeln wollten, sind aus dem Rennen.
Bleibt, wie es ist: Das Naturcamp Meinhard am Ostufer bekommt einen Pachtvertrag bis 2028. Die drei Investoren, die das Ufer auf verschiedene Weise touristisch entwickeln wollten, sind aus dem Rennen. © STEFANIE SALZMANN

Meinhards Parlament beschließt fünfjährigen Pachtvertrag für das Naturcamp Meinhard am Ostufer des Werratalsees bei Schwebda. Damit sind erst mal alle anderen Investoren raus.

Grebendorf – Am Ostufer des Werratalsees bei Schwebda wird alles bleiben, wie es ist. Die Gemeindevertretung hat am Donnerstagabend mehrheitlich (bei zwei Enthaltungen von der CDU) in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, dass der Pächter des Naturcamp-Meinhard-Geländes, Rainer Klippert, jetzt einen Pachtvertrag bis zum Jahr 2028 erhält.

Damit war das Parlament der einvernehmlichen Entscheidung des Gemeindevorstandes gefolgt, der sich zudem noch gegen einen Verkauf der Gemeindeflächen ausgesprochen hatte. Im Gegenzug will Klippert weiterhin den Badestrand für die Gemeinde pflegen. Mit der Entscheidung für mehrjährige Pacht für das Naturcamp ist nun auch der letzte der ursprünglich drei Investoren, die Interesse an einer touristisch-gastronomischen Entwicklung des Ostufers bekundet hatten, aus dem Rennen.

Drei weitere Investoren sind raus

Zuletzt war nur noch die Investorengruppe Sauer/Wiesmann übrig, die dort Gastronomie und Tiny-Häuser errichten wollte, im Rennen. Sie wollte die gesamte Fläche des Naturcamps zu eigenen Grundstücken am Ostufer dazukaufen und hatte bereits 2021 klar gemacht, dass ein langfristiger Fortbestand des Naturcamps nicht in ihr Konzept passe.

Eine thüringer Unternehmerin, die Schwimmhäuser bauen wollte, und der Betreiber der Heimatalm, Christian Mehler, der einige Jahre mit Erfolg am Nordufer des Sees aktiv war, waren bereits im vorigen Jahr abgesprungen.

Auf die Frage der SPD-Fraktion, ob es dennoch weiter Gespräche mit potenziellen Investoren für das Ostufer gebe, zuckte Brill mit den Schultern und sagte: „Wenn wir die Fläche verpachten, ist Herrscher aller Reusen der Pächter.“ Brill gratulierte Klippert zum Pachtvertrag.

Ralf Wiesmann, der an der Sitzung teilnahm, war sichtlich enttäuscht über die Entscheidung, sagte aber gegenüber der WR, dass es keinen Sinn habe, neben jemandem, „der Müllplätze anhäuft“, zu investieren. Die Investorengruppe Sauer/Wiesmann hatte im Vorfeld abgelehnt, das Naturcamp zu integrieren, aber zugleich hatte auch Rainer Klippert jede Kooperation mit den Investoren verweigert. Auch mit Christian Mehler und seinem Projekt Heimathafen wollte er nicht zusammenarbeiten. (Stefanie Salzmann)

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