Vorstellung des parteilosen Kandidaten

Achim Albrecht-Vogelsang will Neu-Eichenbergs Bürgermeister werden

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Weiter Blick: Achim Albrecht-Vogelsang an seinem Lieblingsplatz hoch über Marzhausen.

Am 28. Januar wird in Neu-Eichenberg ein neuer Bürgermeister gewählt. Zwei Kandidaten haben ihren Hut in den Ring geworfen. Wir stellen die Bewerber in persönlichen Portraits vor. Heute: Achim Albrecht-Vogelsang (parteilos).

Marzhausen. Wenn man es ganz kleinlich betrachtet, dann liegt Achim Albrecht-Vogelsangs Lieblingsplatz von Neu-Eichenberg gar nicht mehr auf dem Gebiet der Gemeinde. Aber es sind nur ein paar Meter, die es auf niedersächsisches Gebiet geht, bevor man über seinen Heimatort Marzhausen und das weite Umland blicken kann.

Hier hat der Landwirt Felder und „hier ist die Landwirtschaft direkt greifbar und der Ausblick ist fantastisch“, sagt der 53-Jährige, der sich um das Amt des Neu-Eichenberger Bürgermeisters bewirbt. „Ich habe Spaß daran“, erklärt er. Seit mehr als 20 Jahren mache er Gemeindepolitik. Nun komme diese einmalige Chance und er sei im besten Alter. Die Nachfolge für den Betrieb sei geregelt – der jüngere Sohn hat Landwirtschaft studiert. Der habe sich auch am meisten gefreut, als er von der Kandidatur erfuhr. Denn dann habe er seinen Vater nicht den ganzen Tag um sich herum, wenn er als junger Landwirt in den Betrieb komme, berichtet Achim Albrecht-Vogelsang schmunzelnd. Der Ältere habe es neutral aufgenommen. Und seine Lebensgefährtin? „Die fand es gut“, sagt Achim Albrecht-Vogelsang. „Weil sie mich kennt und weiß, dass ich es gerne mache.“ Die gleiche Leidenschaft wie für die Landwirtschaft bringe er auch für die Politik auf.

Einblicke in die Verwaltung

Landwirtschaft, das ist Ackerbau auf 143 Hektar und eine Herde Schafe, die „Rasenmäher für die Kirschplantage“ sind, erklärt Achim Albrecht-Vogelsang. Durch die langjährige Verwaltung eines mittelständischen landwirtschaftlichen Betriebs bringe er Erfahrung für den Bürgermeisterposten mit. Auch seine zwanzigjährige Arbeit in Gemeindevertretung, und -vorstand, seit 2016 als stellvertretender Bürgermeister, haben ihm Einblicke in die Verwaltung gegeben. In die Gremien ist er immer über die Liste der CDU-Fraktion eingezogen, ohne allerdings selbst Parteimitglied zu sein.

Auch für die Bürgermeisterkandidatur habe er sich bewusst nicht von der CDU nominieren lassen. „Auf kommunaler Ebene benötigen wir keine Parteipolitik“, meint Achim Albrecht-Vogelsang. Vielmehr habe er die 30 Unterstützer-Unterschriften gesammelt, die er als Parteiloser für die Kandidatur brauche. „Die waren einfach zu bekommen“, sagt der 53-Jährige, der sich unter anderem dafür einsetzen will, Neu-Eichenberg als selbstständige Gemeinde zu erhalten.

Und wenn er mal nicht politisch aktiv ist? Dann ist sein Steckenpferd, „den Schützenverein Marzhausen am Leben zu erhalten“, sagt Achim Albrecht-Vogelsang, der seit 1999 Vorsitzender des Vereins ist. Dazu fährt er gerne Motorrad und pflegt seinen Freundeskreis. Unter anderem bei der jährlichen Snowboard-Tour mit seinen beiden besten Freunden.

Sowohl beim Schießen als auch beim Motorradfahren müsse man fokussieren. Damit sei man aus dem Alltag raus, „das ist wunderschön“, erklärt der 53-Jährige, der nach eigener Aussage die Macke hat, Unpünktlichkeit und nicht eingehaltene Zusagen zu hassen.

Zur Person

Achim Albrecht-Vogelsang (53) wurde in Marzhausen geboren. Nach dem Realschulabschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Landwirt und zum Techniker Agrarwirtschaft. Seitdem ist er im Familienbetrieb tätig. Achim Albrecht-Vogelsang ist Vorsitzender des Schützenvereins Marzhausen sowie Mitglied der Feuerwehr Marzhausen und des FC Hebenshausen. Seit 1997 ist er Gemeindevertreter beziehungsweise -vorstand und seit 2016 Erster Beigeordneter. Achim Albrecht-Vogelsang hat zwei erwachsene Söhne und wohnt mit seiner Lebensgefährtin in Marzhausen.

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