HLG fordert Räumung zum 1. Juni

Besetzer des Sondergebiets Logistik wollen nicht weichen

Das Protestcamp soll weiterhin bestehen, sagen die Ackerbesetzer.
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Das Protestcamp soll weiterhin bestehen, sagen die Ackerbesetzer.

Auch wenn das Sondergebiet Logistik in Neu-Eichenberg erst durch die Wähler und dann durch die neu zusammengesetzte Gemeindevertretersitzung abgewählt wurde, wollen die Besetzer des Areals ihr Camp trotzdem nicht räumen. Das berichten sie in einer Pressemitteilung.

Neu-Eichenberg – Darin heißt es, dass Vertreter der Hessischen Landgesellschaft (HLG) mit der Ackerbesetzung am 9. April gesprochen und diese aufgefordert habe, das Camp bis zum 1. Juni zu räumen und abzubauen. HLG-Geschäftsführer Dr. Gerald Kunzelmann bestätigt auf Nachfrage, dass es ein entsprechendes Gespräch mit den Ackerbesetzern gab.

Weiter berichten die Ackerbesetzer, dass ihnen gesagt wurde, es könne zu einer Räumung des Camps kommen, sollten sie dieses nicht verlassen. Wenn sich die Gemeinde gegen ein Logistikgebiet entscheide, müsse die HLG als Pächterin dem Land Hessen das Areal zurückgeben. Dafür müsse das Areal im ursprünglichen Zustand sein und das Land entscheide über eine mögliche Räumung. „Angesichts der derzeitigen politischen Situation in der Gemeinde, wirkt die Forderung zur Beendigung des Camps und die Androhung einer Räumung auf uns absurd und wie eine unnötige Eskalation“, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Die Besetzung wolle bleiben, „bis der Bebauungsplan aufgehoben wurde und eine langfristige, landwirtschaftliche Nutzung des Ackers sichergestellt ist“.

Zudem wolle die Gruppe ihren bereits stattfindenden Anbau von Gemüse und anderen Kulturen für diese Saison zu Ende führen. Die Fläche umzubrechen und zum 1. Juni Raps einzusäen würde „die Zerstörung der hier bereits kultivierten Pflanzen und der wissenschaftlichen Versuche, die durchgeführt werden, bedeuten“.

Sie seien kooperationsbereit, so die Ackerbesetzer, und wollten nun mit den Akteuren, die vor Ort gegen das Logistikgebiet gekämpft haben, und den Entscheidern in den hessischen Ministerien Gespräche führen. „Als weiterer Schritt werden mehrere Aufräumaktionen in den nächsten Wochen und Monaten stattfinden, um nach Beendigung des Camps eine Nutzung des Ackers für die Landwirtschaft möglich zu machen. Wir verstehen dies als deutliches Signal unserer Bereitschaft zur Kooperation mit dem Land Hessen.“ (nde)

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