Zentrallager nach Neu-Eichenberg immer unwahrscheinlicher

Aldi-Plan droht zu Scheitern: CDU kritisiert WFG

Wird wohl auch künftig ohne Aldi-Zentrallager sein: Die Gemeinde Neu-Eichenberg. Das Sondergebiet Logistik soll auf der braunen Fläche vor Hebenshausen (Ort in Bildmitte) entstehen. Vorne sieht man Eichenberg-Bahnhof. Foto: Meder

Neu-Eichenberg. Dass Aldi sein Zentrallager nach Neu-Eichenberg verlegt, wird immer unwahrscheinlicher, auch wenn die Wirtschafts-Förderungs-Gesellschaft (WFG) weiterhin in Gesprächen mit Aldi ist.

Die Neu-Eichenberger CDU ist jetzt zudem mit einem eigenen Vorstoß gescheitert, Aldi Nord für das neue Sondergebiet Logistik zu gewinnen. Einen entsprechenden Antrag lehnte die Gemeindevertretung mit großer Mehrheit ab.

Aldi Nord ist seit Monaten auf der Suche nach einem neuen Logistikstandort in der Region. Der Plan, sich in Lutterberg niederzulassen, scheiterte (die HNA berichtete). Der Antrag der CDU-Fraktion sah nun vor, dass die Gemeinde mit Aldi Nord Kontakt aufnimmt und ihr Sondergebiet als neuen Logistikstandort anbietet. Die dafür zuständige WFG ist laut Fraktionschef Hans-Heinrich Schröter bislang „wenig erfolgreich“ mit der Vermarktung gewesen und zeige aus seiner Sicht auch nicht das nötige Engagement. „Unsere Gemeinde hat sicherlich ein größeres Interesse an der Vermarktung als die WFG und daher sollte sie künftig parallel eigene Bemühungen vornehmen.“

Antrag war bereits überholt 

Bevor es überhaupt zu einer Diskussion kommen konnte, erklärte Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth (SPD) den CDU-Antrag jedoch für längst erledigt. „Der Gemeindevorstand hat Aldi Nord die Fläche bereits im Juli als Standort angeboten und eine Absage erhalten“, sagte sie. Neu-Eichenberg liege für das Unternehmen zu weit östlich. Aldi beliefere derzeit von Hedemünden aus 80 Märkte, davon allein 18 in Kassel. Da für die Logistik jeder Kilometer zähle, komme das Lager in Neu-Eichenberg aus ökonomischer Sicht wohl nicht in Frage.

Was die WFG angehe, sei dies eine Gesellschaft des Landkreises, bei der man Mitglied sei und die viel mehr Kompetenz in der Vermarktung solcher Sondergebiete habe. „Zudem können wir die Fläche sowieso nicht vermarkten, weil sie nicht uns, sondern dem Land Hessen gehört“, so die Bürgermeisterin.

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