„Jetzt muss er liefern“

Verabschiedung von Ilona Rohde-Erfurth und Verpflichtung von Jens Wilhelm

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Amtsübergabe: Neu-Eichenbergs noch amtierende Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth überreicht ihrem Nachfolger Jens Wilhelm die offizielle Ernennungsurkunde. 

Neu-Eichenberg. „Los geht‘s“. Waren diese Worte eigentlich nur auf seine Antrittsrede gemünzt, so konnte man sie auch gut auf den neuen Lebensabschnitt von Jens Wilhelm (SPD) beziehen.

Direkt nach der feierlichen Einführung in sein Amt am Mittwoch betonte er in seiner Antrittsrede, wie wichtig ihm Teamarbeit und Gemeinschaft sind. „Ich arbeite gerne mit Menschen“, daher sei er Polizist geworden, betonte er. Nun komme eine Verantwortung auf ihn zu, die noch direkter mit den Menschen zu tun habe. „Mir ist nicht wichtig, von wem eine Idee kommt, für mich zählt das Ergebnis“, gab er als ein Motto für seine Amtszeit aus.

Vor seiner Antrittsrede und direkt nach ihrer Entlassung hatte sich Ilona Rohde-Erfurth (SPD) erbeten, sprechen zu dürfen, „bevor es zu emotional wird“ und gab ihrem Nachfolger gleich mit: „Vieles wurde erreicht, aber, lieber Jens, es liegt auch noch einiges auf dem Schreibtisch.“

Es war jedoch vor allem der Dank, von dem ihre Rede getragen war. Dank an die Mitarbeiter, die politischen Gremien, die Vereine, Kirche und die Feuerwehr ebenso wie an die Bürgermeister-Kollegen. Und Dank an die Familie, „da schaue ich aber jetzt nicht hin“, sagte sie sichtlich bewegt unter dem Lachen der Anwesenden im voll besetzten Saal des Gasthauses Waldmann. „Ich hatte an meiner Seite immer einen starken Mann, dafür danke ich Dir“, betonte sie gegenüber ihrem Mann Siegfried.

NEB – das Kürzel von Neu-Eichenberg – sei eine starke Marke. „Ich bin gespannt, was in den nächsten Jahren kommt und wie diese Marke sich weiterentwickelt“, sagte Landrat Stefan Reuß (SPD), der betonte: Nun fühle er sich im Kreis sicher, sind mit Hessisch Lichtenaus Michael Heußner, Witzenhausens Daniel Herz und nun Jens Wilhelm drei Polizisten im Amt des Bürgermeisters.

Er erinnerte aber auch daran, dass Rohde-Erfurth die Gemeinde in der stürmischen Zeit nach einer Finanzkrise übernommen hatte: „Du musstest viele Bretter bohren als Bürgermeisterin.“

„Sie hat schon geliefert, Du musst erst noch liefern“, sagte Berkatals Bürgermeister und Sprecher der Kreis-Verwaltungschefs in Richtung Jens Wilhelm und zählte auch gleich auf, was so alles in den vergangenen sechs Jahren in Neu-Eichenberg geschehen ist: unter anderem die Konsolidierung der Finanzen, Dorferneuerung und der Beitritt der Gemeinde zum Wasserverband Leine-Süd.

Auch von weiteren Vertretern der Fraktionen, der Kirche, Vereine, Verbände und Mitarbeitern wurden in launigen Reden einheitlich die vielen Verdienste der scheidenden Bürgermeisterin gelobt. Rabea Weiser, Vorsitzende der Gemeindevertretung, fasste es in Zahlen: Allein 41 Gemeindevertreter- und 134 Gemeindevorstandssitzungen habe sie seit ihrem Amtsantritt am 1. Juli 2012 absolviert.

Neben den würdigenden Worten gab es für Ilona Rohde-Erfurth etliche bunte Blumensträuße und gute Tropfen, die sie nun, so die Schenkenden, mit ihrem Mann bei den anstehenden Wohnmobil-Touren genießen soll. (nde)

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