Letzte Chance für Konzepte

Arbeitskreis sucht Alternativen zum Logistikgebiet in Neu-Eichenberg

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Das Protestcamp auf dem Acker. Seit mehr als einem Jahr ist das Areal besetzt. 

Sollte es Konzepte zur alternativen Nutzung des Sondergebiets Logistik in Neu-Eichenberg geben, dann mögen diese bitte baldmöglichst eingereicht werden.

Darauf weist Niels Ippensen, Vorsitzender des entsprechenden Arbeitskreises, hin.

Niels IppensenArbeitskreis-Vorsitzender

Gegründet wurde der Arbeitskreis nach einem entsprechenden Beschluss der Neu-Eichenberger Gemeindevertreter während ihrer Sitzung im Januar (HNA berichtete). Dem Kreis gehören je zwei Mitglieder der Fraktionen in der Gemeindevertretung (SPD, CDU, Grüne) ebenso an wie der fraktionslose Abgeordnete Hans-Heinrich Schröter, zwei Mitglieder des Dorfdialogs und zwei Vertreterinnen der Neu-Eichenberger Fridays for Future-Bewegung. Vertreter der Ackerbesetzer zum Beispiel seien nicht dabei, weil es eine Entscheidung von Neu-Eichenbergern für die Gemeinde sein solle. „Zumal es schwierig wäre, Leute einzuladen, deren Identitäten nicht bekannt sind.“

Vier Mal – unterbrochen durch eine Pause wegen der Corona-Pandemie – hat sich der Arbeitskreis bisher getroffen, berichtet Ippensen. Dabei sei die Arbeitsatmosphäre gut und konstruktiv. Das Hauptaugenmerk liege dabei auf einem Kriterienkatalog, mit dem die einzelnen Projekte bewertet werden sollen. Dazu gehören unter anderem Ökologie und Nachhaltigkeit, Einnahmen, die Größe der genutzten Fläche, aber auch, welche Auswirkungen es auf die Gemeinde hat, zum Beispiel durch zu erwartenden Verkehr.

Vorgestellt werden die Ergebnisse dann den Gemeindevertretern die schlussendlich entscheiden, wie es mit dem Areal weitergehen soll. Vier Vorschläge gibt es bereits: drei Mal für Photovoltaik und ein Mal für Agroforst. Eine Saatgutgärtnerei bekundete zudem Interesse, berichtet Ippensen. Wenn weitere Vorschläge kommen, sollten diese als ausgearbeitetes Konzept eingereicht werden – in welche Richtung die Ideen gehen, ob Photovoltaik, Industriegebiet oder Landwirtschaft, sei dabei erst einmal egal.

Neben Alternativen für das Sondergebiet Logistik beschäftige sich der Arbeitskreis auch damit, wie ein neues Konzept umgesetzt werden kann. Denn: Noch ist das Areal als reines Logistikgebiet ausgewiesen und so auch im Regionalentwicklungsplan Nordhessen verzeichnet. Für eine andere Nutzung brauche es unter anderem eine Änderung des Bebauungsplans.

Einen ersten Bericht über den Stand der Arbeit wird es für die Gemeindevertreter während ihrer nächsten Sitzung am Montag, 22. Juni, geben. 

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