Ein Erfahrungsbericht

Auf der Suche nach der Größe des Logistikgebiets in Neu-Eichenberg

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Neu-Eichenberg – Das geplante Sondergebiet Logistik bei Neu-Eichenberg ist das größte Deutschlands, wenn nicht sogar Europas – diese Aussage hört man allenthalben, wenn über die geplante Ansiedlung diskutiert wird.

Aber stimmt sie auch? Das herauszufinden stellte sich langwieriger dar als gedacht: ein Erfahrungsbericht.

Erste Recherchen im Internet zeigen, dass es einige Verbände im Logistikbereich gibt. Also Telefonhörer zur Hand genommen und bei der „Bundesvereinigung Logistik“ nachgefragt. Der Kollege von der Presseabteilung kann allerdings nicht weiterhelfen. Aber er verweist an das Bundes-Wirtschaftsministerium. Bei der dortigen Pressestelle kann mir auch niemand Auskunft geben.

Also nette Anschreiben an den „Unternehmensfachverband Transport & Logistik“ und den „Bundesverband Spedition und Logistik“ formuliert. Auch hier: Fehlanzeige. Entweder kommt die Antwort „Diese Zahlen haben wir leider nicht“ oder zunächst überhaupt keine. Bleibt noch der „Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung“. Aber auch hier: Keine Auskunft möglich – genauso wie an der „Hochschule für Logistik und Wirtschaft“ in Hamm.

Dann der entscheidende Tipp: Es gibt eine Fachzeitschrift für Logistik: „LogReal.Direkt“. Und der Chefredakteur Thomas Pool kann helfen. Im Durchschnitt haben Logistikgebiete auf dem Sektor, wie es auch in Neu-Eichenberg entstehen soll, eine Grundfläche von 20 bis 22 Hektar, erklärt Pool. Die Firma „Otto“ habe kürzlich bei Gießen zum Beispiel ein Areal von 30 Hektar gekauft. Aber: Das größte Logistikgebiet Deutschlands werde das Neu-Eichenberger mit rund 80 Hektar nicht. Der Duisburger Hafen zum Beispiel habe das Mehrfache. Laut der offiziellen Internetseite ist die Fläche für Logistik dort 1550 Hektar groß.

Pool sagt auch, dass es rund um das nördliche Nordhessen einige größere Logistikregionen gebe, etwa bei Kassel, Marburg, Fulda, Erfurt und Gießen. Wenn das Gebiet bei Neu-Eichenberg bebaut ist, sei es sicherlich auch bundesweit relevant.

Manchmal dauert Recherche seine Zeit: Hier waren es rund acht Wochen.

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