Bahnhof Neu-Eichenberg: Gemeinde hofft auf Finanzierung durch Land

Sanierungspläne: Die Bahnsteige am Bahnhof Neu-Eichenberg sollen barrierefrei gestaltet werden. Archivfoto:  Schröter

Neu-Eichenberg. Die Deutsche Bahn hat sich nun offenbar doch bereit erklärt, die barrierefreie Erschließung der Bahnsteige am Bahnhof in Neu-Eichenberg zu bezahlen.

Laut der SPD-Fraktion des Gemeindeparlaments soll das Land Hessen nun mit einem Baukostenzuschuss die Kosten für den Rückbau der überzähligen Bahnanlage übernehmen.

„Die Rahmenvereinbarung des Landes Hessen sieht vor, dass ein Ausbau nur möglich ist, wenn sich die Kommune in irgendeiner Form beteiligt, erklärt Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth (SPD) auf Anfrage. Bislang sollte die Gemeinde rund 960 000 Euro dazuzahlen. Mit dem neuen Finanzierungsansatz könnte sich der Betrag auf 55 000 Euro reduzieren. Insgesamt sollen etwa acht Millionen investiert werden.

„Das Land muss sich jetzt bewegen“, kommentierte Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth (SPD) die jüngsten Entwicklungen bezüglich der Bahnhofssanierung in Neu-Eichenberg. Nach Bemühungen des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV), des Nahverkehrs Werra-Meißner (NWM) über Landrat Stefan Reuß (SPD) und des Landtagsabgeordneten Lothar Quanz im Gespräch mit der Bahn und dem Land zu bleiben, liegt nun ein neuer Finanzierungsansatz zur Genehmigung beim Land Hessen. Das teilte die SPD-Fraktion mit. Sollte in den kommenden 14 Tagen keine Rückmeldung aus Wiesbaden kommen, will die SPD-Fraktion in ihrer Sitzung am 9. März einen Beschluss fassen, in dem sie fordern, dass das Land der neuen Finanzierung umgehend zustimmen soll.

Seit einigen Jahren wird zwischen der DB, dem NVV, dem Land Hessen und der Gemeinde Neu-Eichenberg über eine dringend notwendige Sanierung des Bahnhofsgeländes Eichenberg verhandelt (wir berichteten).

Bisher hatten die SPD- und die CDU-Fraktion den Finanzierungsvorschlag abgelehnt. Grund: Die Kommune sollte sich mit rund 960 000 Euro an den Kosten beteiligen - für Neu-Eichenberg mit einem Haushaltsvolumen von 2,2 Millionen Euro ein unfassbar hoher Betrag.

Planungen der Bahn AG sehen vor, die Bahnsteige neu und barrierefrei zu gestalten. Dazu soll eine Stahlkonstruktion über die Gleise gebaut werden, die dann über vier Aufzüge erreichbar sein sollen. Kostenfaktor: 292 000 Euro. Weiterhin sollen die Unterführungen durch eine Brücke zum Überqueren der Bahnsteige ersetzt und verfüllt werden. Das hätte die Gemeinde weitere 312 000 Euro gekostet.

Der Bahnhof stellt laut SPD-Fraktion eindeutig einen wichtigen Standortfaktor für die Gemeinde, aber auch für die gesamte Region Nordhessen, Südniedersachsen und Westthüringen dar. Angesichts der Gesamtinvestitionen von acht Millionen Euro seien 55 000 Euro ein fairer Anteil für die Gemeinde. (alh)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.