Brunnenfest: Weibsentaufe für fünf Neubürgerinnen

Taufe: Michael Stöneberg sagte den Taufspruch auf während „Packer“ Martin Stöneberg Aline Schröter ins Wasser tauchte. Foto: Huck

Hermannrode. Gleich fünf Frauen wurden am Sonntag in Hermannrode bei der Weibsentaufe im Hermann-Brunnen offiziell zu Mitgliedern der Dorfgemeinschaft ernannt.

Jedes Jahr beim Brunnenfest werden Hermannröder Neubürgerinnen, Partnerinnen von Hermannrödern und volljährig gewordene Dorfbewohnerinnen getauft.

Nachdem „Täufer“ Michael Stöneberg in seiner Rede einen Blick zurück aufs vergangene Jahr geworfen hatte, wurden nacheinander Raisa Neufeld, Giulia Wiegräfe, Christiane Anders, Joanna Jakubiczka-Smorag und Aline Schröter zu „richtigen Hermannröderinnen, mit sämtlichen Rechten und Privilegien“, wie Michael Stöneberg sagte. Unter dem Jubel der Zuschauer tauchte „Packer“ Martin Stöneberg die fünf Weibsen ins Wasser des Hermann-Brunnens. Darunter war auch die aktuelle „Frau Hermann“, Aline Schröter. Ihr Mann hatte kurz zuvor bei den Hermannspielen den Titel Hermann 2016 errungen.

Daniel Schröter setzte sich gegen sieben Konkurrenten durch und schaffte es im elften Anlauf, die Spiele für sich zu entscheiden. Sowohl beim Wasser mit einem Schwamm am Fuß transportieren sowie dem Gummihandschuh mit der Nase aufblasen konnte sich Daniel Schröter gegen seine Konkurrenten behaupten. Er trägt den Titel nun für zwei Jahre, denn im kommenden Jahr wird es kein Brunnenfest geben. Hermannrode feiert 2017 seinen 750. Geburtstag mit einem großen Fest auf dem Sportplatz und vielseitigem Programm.

Darum wird auch der Brunnenschluck erst in zwei Jahren ausgegraben. Eine Flasche Schnaps, die immer am Ende des Brunnenfestes eingegraben und zu Beginn im kommenden Jahr wieder ans Licht geholt wird.

In diesem Jahr gestaltete sich dies etwas schwierig, denn wo die Flasche ganz genau vergraben lag war nicht mehr ganz klar, sodass am Ende, nach drei Stunden buddeln, ein 15 Quadratmeter großes Loch in der Erde klaffte. Die Freude über den letztendlich sogar im Dunkeln gefundenen Brunnenschluck war dann aber umso größer.

Los ging das Brunnenfest mit einem Gottesdienst unter den Linden, es folgten Musik aus der Konserve am Freitag und Live-Musik von der Band Hidden Lights am Samstagabend. Die Tanzfläche war gut gefüllt und die Stimmung das ganze Wochenende ausgelassen. Die Spielvereinigung war in diesem Jahr für die Organisation des Brunnenfestes zuständig, Hilfe erhielt der Verein aus dem ganzen Dorf. „Die Hermannröder halten zusammen“, freut sich Jens Schröter, Vorsitzender der Spielvereinigung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.