Eichenberg-Bahnhof: Baubeginn ist im August

Hier geht es los: Im August starten die Bauarbeiten zwischen dem Bahnhof Eichenberg und der Ecke Bahnhofstraße/Eichsfelder Straße. Dieser Bereich wird dann über Wochen voll gesperrt. 2 Fotos: Schröter

Die Anlieger wurden über die bevorstehende Sanierung der Bahnhofstraße in Eichenberg-Bahnhof informiert. Sie müssen mit deutlichen Einschränkungen rechnen.

Neu-Eichenberg. Da kommt was zu auf die Menschen in Eichenberg-Bahnhof – und auf alle, die von dort zur Arbeit pendeln. Ab August wird der Eichenberger Ortsteil zur Großbaustelle. Grund: Die Fahrbahndecke der Kreisstraße 68 sowie die darin verlaufenden Kanäle und Wasserleitungen werden auf einer Länge von 900 Metern komplett saniert – Vollsperrungen von Teilabschnitten inbegriffen. Bei der gut besuchten Informationsveranstaltung wurden die Anlieger am Montag über den Bauablauf informiert.

Die gute Nachricht des Abends verkündete Neu-Eichenbergs Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth gleich vorab. „Weil es sich bei der Bahnhofstraße um eine Kreisstraße handelt, ist der Werra-Meißner-Kreis auch der Kostenträger.“

Kreis trägt Kosten

Damit sei auch nichts an den Gerüchten dran, dass jeder Hausbesitzer mit 20 000 Euro zur Kasse gebeten werde. Fakt sei jedoch, dass im Zuge der durch den Wasserverband Leine-Süd gleichzeitig vorgenommenen Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen auch diverse Hausanschlüsse erneuert und den geltenden Abwasservorschriften angepasst werden müssen. Diese Kosten müssen die Eigentümer tragen.

„Untersuchungen haben ergeben, dass in der Bahnhofstraße dringender Handlungsbedarf besteht“, sagte Heiko Weber vom Ingenieurbüro Gajowski (Baunatal), das mit der Kanalsanierung betraut ist. Betroffen seien sowohl die Wasserleitungen als auch die Kanäle für Schmutz-, Dach- und Oberflächenwasser.

„Wir bitten während der gesamten Bauphase alle Betroffenen um Verständnis. Wir bauen schließlich nicht für uns, sondern für Sie.“

„Für die Kanäle und die Erneuerung der Wasserversorgung bis zur Wasseruhr entstehen den Hauseigentümern keine Kosten, das wird durch die Gebühren abgedeckt“, sagte Weber. Es gebe aber viele Häuser, die nicht korrekt ans Abwassersystem angeschlossen seien. „Diese Fehlanschlüsse müssen beseitigt werden“, so der Ingenieur. Dazu würden demnächst Gespräche mit allen betroffenen Haushalten geführt.

Sanierung in Abschnitten

„Die Straßensanierung werden wir nicht an einem Stück vornehmen, sondern abschnittsweise“, erläuterte Mathias Walter von Hessen Mobil Eschwege. Den Start macht im August der Bereich vom Bahnhof bis zur Ecke Bahnhofstraße/Eichsfelder Straße. „Noch in diesem Jahr soll dann der Abschnitt bis zum Nelkenweg fertig werden und ab April kommenden Jahres dann der letzte Abschnitt bis zum Abzweig B 27.“ Das Bauende sei für Juli 2016 vorgesehen.

Dass es während der Bauphase zu Behinderungen komme, lasse sich nicht verhindern. „Bei Vollsperrung einzelner Abschnitte werden diese auch für Anwohner nur mit Ausnahmegenehmigung zu befahren sein“, so Walter. Auch könne die Erreichbarkeit der Grundstücke nicht zu jedem Zeitpunkt gewährleistet werden. Für Pendler und Busse führe die Umleitung zum Bahnhof während des ersten Bauabschnitts über die Ringstraße und danach über Hebenshausen. „Wir bitten während der gesamten Bauphase alle Betroffenen um Verständnis“, warb Walter. „Wir bauen schließlich nicht für uns, sondern für Sie.“ (per)

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