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Miteinander für Neu-Eichenberg zieht nach zwölf Monaten Bilanz und blickt in die Zukunft

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Von: Nicole Demmer

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Nach einem Jahr konnten schon einige Projekte in Angriff genommen oder bereits umgesetzt werden, sagen Matthias Schmidt und Michael Link.
Nach einem Jahr konnten schon einige Projekte in Angriff genommen oder bereits umgesetzt werden, sagen Matthias Schmidt und Michael Link. © Thomas Meder

Nach zwölf Monaten im Parlament zieht Miteinander für Neu-Eichenberg eine erste Bilanz.

Neu-Eichenberg – Der Sieg war erdrutschgleich: Zum ersten Mal angetreten, errang die Wählergruppe Miteinander für Neu-Eichenberg (MfNEB) bei den Kommunalwahlen im März vergangenen Jahres 35,99 Prozent und damit die meisten Stimmen. Nach einem Jahr Parlamentsarbeit ziehen der Erste Beigeordnete Michael Link und Fraktionsvorsitzender Matthias Schmidt Bilanz.

Hervorgegangen ist die Wählergruppe aus dem gleichnamigen, 2020 gegründeten, Verein. „Wir sind angetreten, um an der Politik etwas zu ändern“, sagt Schmidt. Transparenter sollte die politische Arbeit werden. Dass die Wählergruppe dann bei der Wahl am 14. März viele Stimmen erhält, damit habe man gerechnet, dass es aber die meisten werden, sei schon überraschend gekommen. „Und besonders schön war die hohe Wahlbeteiligung“, sagt der Fraktionsvorsitzende. Sie lag bei 69,2 Prozent.

Was dann folgte, war eine Menge Arbeit, erinnert sich Schmidt: viel in der Hessischen Gemeindeordnung lesen, schauen, wo es Fortbildungen gibt und wer die Kapazitäten hat, Posten zu besetzen. Dazu kommt jede Woche mindestens eine Sitzung, darunter auch des Arbeitskreises Politik, den die Wählergruppe für alle politisch Interessierten gegründet hat, um Sitzungen vorzubereiten.

„Wir mussten feststellen, dass es bei manchen Themen Geduld braucht“, sagt Schmidt über das erste Jahr im Parlament. Die Abwicklung des Sondergebiets Logistik sei auf den Weg gebracht, „wir stehen jetzt an dem Punkt, an dem ein Gespräch mit dem Land stattfand. Wir werden mit Transparenz und Hartnäckigkeit weitermachen.“ Dazu seien viele Baugebiete beschlossen worden, die in Hermannrode etwa durch Fachexpertise im Hintergrund im vereinfachten Verfahren. Hintergrundwissen habe auch bei der Beschäftigung mit dem ersten Haushalt geholfen. Auch die Niederschriften seien um die Positionen der Parlamentarier erweitert worden.

Binnen Jahresfrist hatte der Verein einen guten Zulauf, erklärt Link. Waren es bei der Gründung 21 Mitglieder, so hat sich die Anzahl mit heute 49 mehr als verdoppelt. Und im Arbeitskreis Politik seien „alle noch mit Herzblut dabei“. War das erste Jahr ein Lernprozess, etwa, wie Anträge gestellt werden, so habe die Gruppe mittlerweile Routinen entwickelt. „Wir hoffen deshalb, dass wir im kommenden Jahr auch wieder kulturelle Aspekte angehen können.“ Denn MfNEB sei auch angetreten, um das durch die Corona-Pandemie eingeschlafene sozio-kulturelle Leben der Gemeinde wieder zu stärken.

Auch politisch hat die Wählergruppe noch Einiges vor. Eine von ihr unterstützte Bürger-Sprechstunde wird kommen, erklärt Schmidt. Zudem soll es weiterhin Info-Stände geben und im Rahmen der Logistikgebiet-Abwicklung müsse erst einmal ein Leitbild geschaffen werden um zu sehen, wohin sich die Gemeinde entwickeln will. Zu einer möglichen Unterstützung angesichts der Kosten durch das Logistikgebiet betont Link: „Wir erwarten, dass das Land Hessen zu seinem Wort steht.“ Auch den Bahnhof und die Feuerwehr nennen beide Politiker als Themen, die angegangen werden sollen. „Ich denke, allen ist daran gelegen, dass die Gemeinde vorankommt. Dafür müssen wir einen Stein auf den anderen setzen“, so der Fraktionsvorsitzende. (nde)

Matthias Schmidt Fraktionsvorsitzender
Matthias Schmidt Fraktionsvorsitzender © Demmer, Nicole
Michael Link Erster Beigeordneter
Michael Link Erster Beigeordneter © Demmer, Nicole

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