Feuerwehr und Politik an einen Tisch

Vor einer möglichen Fusion der Freiwilligen Feuerwehren von Neu-Eichenberg soll im Haupt- und Finanzausschuss mit den Brandschützern nach Lösungswegen gesucht werden.

Neu-Eichenberg. Der Haupt- und Finanzausschuss von Neu-Eichenberg wird sich in seinen kommenden Sitzungen mit der möglichen Zusammenlegung der Ortsteilwehren beschäftigen. Eingeladen werden sollen alle Wehrführer und der Leiter der Feuerwehr. Das beschlossen die Gemeindevertreter während ihrer Sitzung am Dienstag.

Vorausgegangen war eine emotionale Diskussion um die bisherige Vorgehensweise. Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth (SPD) betonte, es sei verantwortungsvoll von den Wehrführern, einen Antrag auf Zusammenlegung zu stellen, um weiterhin den Brandschutz zu gewährleisten. Hans-Heinrich Schröter, CDU- Fraktionsvorsitzender, bedauerte, dass der 2015 avisierte Workshop der Feuerwehren, um Lösungen zu finden, nicht stattgefunden habe. Die Fraktion hätte auf Ergebnisse gewartet, um im Gemeindevorstand darauf aufbauen zu können, so Schröter. Wichtig sei nun, Wehr und Politik an einen Tisch zu bekommen, die Probleme zu erörtern und Lösungen zu finden. „Ich sehe den Antrag der Wehrführer als Appell, etwas zu unternehmen“, betonte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Bettina Biehler.

Im Vorfeld der Sitzung hatten zehn aktive Brandschützer aus Hermannrode einen offenen Brief an die Fraktionsvorsitzenden geschrieben, in dem sie sich über mangelnde Informationen an die Aktiven beklagten. Aber: „Dass etwas passieren muss, ist klar“, so Martin Stöneberg, einer der Unterzeichner. Er warte nun, was der Haupt- und Finanzausschuss aus dem Beschluss der Gemeindevertretung mache. Er wäre unzufrieden, so Stöneberg, wenn nur die Wehrführer und der Gemeindebrandinspektor in den Haupt- und Finanzausschuss eingeladen würden. Besser wäre es, aus jedem Ort zwei bis drei Aktive hinzuziehen und die Ergebnisse allen Einsatzkräften der Neu-Eichenberger Wehren vorzustellen.

Gemeindebrandinspektor Frank Burhenne zeigte sich zufrieden mit dem Beschluss des Parlaments. Plan sei nun, mit Kameraden aus dem Kreis zu sprechen, die eine Fusion schon hinter sich haben, Informationen einzuholen und einen Fahrplan aufzustellen. Dieses Arbeitsergebnis soll in die große Runde zum Haupt- und Finanzausschuss einfließen. „Im Grunde wollen wir ja alle nur Eines: Eine vernünftige Feuerwehr, die leistungsfähig ist“, so Burhenne. (nde)

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