1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen
  4. Neu-Eichenberg

Bauhof Neu-Eichenberg soll Schlaglöcher für Bahn AG füllen

Erstellt:

Von: Stefan Forbert

Kommentare

Großes Bahnhofsgebäude von Eichenberg mit Vorplatz
Das Umfeld des Bahnhofs Eichenberg sieht alles andere als gepflegt aus. © Nicole Demmer

Mit der Erweiterung der Kindertagesstätte „Kleine Eichen“ in Eichenberg-Bahnhof kann es ohne Verzögerung weitergehen. Am Montagabend stimmte die Neu-Eichenberger Gemeindevertretung der Vergabe weiterer Aufträge für Außenputz-, Fliesen-, Bodenbeläge und Malerarbeiten sowie für die Installation der Innentüren für den Anbau in Höhe von insgesamt 77 400 Euro zu.

Neu-Eichenberg - Dazu hatte Architekt Hans-Peter Schubert (Witzenhausen) dem obersten Entscheidungsorgan der Gemeinde zu jedem Gewerk den jeweils günstigsten Anbieter nach den beschränkten Ausschreibungen vorgeschlagen.

Anschließend gab der scheidende Bürgermeister Jens Wilhelm (SPD) noch ausführliche Antworten auf Berichtsanträge der Fraktionen. So befänden sich die Bebauungspläne Heideweg (Eichenberg-Dorf), Am Vogelhof (Marzhausen) und Nördliche Meierbreite (Hebenshausen) ebenso noch im Geschäftsgang wie die Aufhebung des Sondergebietes Logistik, was „Miteinander für Neu-Eichenberg“ (MfNEB) wissen wollte. Und die neuen Schilder zur Verkehrsberuhigung in Hermannrode seien bestellt, aber noch nicht geliefert.

In seinem letzten Gemeindevorstandsbericht vor dem Amtswechsel im Rathaus am 1. Oktober sorgte Wilhelm noch für allgemeine Empörung über die Deutsche Bahn AG. So habe der neue Bahnmanager für Südniedersachsen und Nordhessen bei seiner Vorstellung in der Gemeinde ihn gleich gefragt, ob nicht der Bauhof die Schlaglöcher auf dem Bahnhofsvorplatz verfüllen könne, da man selbst keine Kapazitäten dafür habe, berichtete Wilhelm. Man würde auch das Material – Kaltasphalt – zur Verfügung stellen. Er habe zwar lieber Nein sagen wollen, aber im Interesse der Pendler und anderen Bahnreisenden letztlich zugestimmt, so der Rathaus-Chef.

Außerdem wurde die Gemeinde laut Wilhelm erst nachträglich informiert darüber, dass der Bahnhof vor einer Woche vom Eisenbahn-Bundesamt besichtigt worden sei. Dass die Gemeinde dazu nicht einmal eingeladen worden sei, obwohl man die Probleme vor Ort mit Sicherheit am besten benennen könne, bezeichnete der Bürgermeister als „Frechheit“. Das zeige, welche Wertschätzung die Gemeinde bei der Bahn genieße, „nämlich gar keine“. (sff)

Auch interessant

Kommentare