„Global denken und lokal handeln“

Partei „Die Linke“ gründet einen Ortsverband in Neu-Eichenberg und tritt bei Kommunalwahl an

Spitzen-Trio: Peter Kirch (links), Thomas Trempnau und Antonia Ley treten für Die Linke zur Kommunalwahl in Neu-Eichenberg an.
+
Spitzen-Trio: Peter Kirch (links), Thomas Trempnau und Antonia Ley treten für Die Linke zur Kommunalwahl in Neu-Eichenberg an.

In Neu-Eichenberg hat sich ein Ortsverband der Partei Die Linke gegründet und will bei der Kommunalwahl antreten.

Neu-Eichenberg – Wenn die Neu-Eichenberger am 14. März zur Kommunalwahl gehen, können sie sich zwischen Bewerbern aus fünf Parteien und Bündnissen entscheiden. Nachdem sich bereits die Wählervereinigung „Miteinander für Neu-Eichenberg“ neu gegründet hat, formierte sich nun auch ein Ortsverband der Partei „Die Linke“, um gegen die etablierten Fraktionen von SPD, CDU und Bündnis 90/Die Grünen anzutreten.

Kennengelernt haben sie sich durch den Kampf gegen das Sondergebiet Logistik, sagt Thomas Trempnau, der gemeinsam mit Antonia Ley das Sprecher-Duo bildet. Sie seien stark daran interessiert, die Opposition in der Gemeindevertretung gegen das Projekt zu stärken. „Mein Grund, bei den Linken einzutreten, war, dass es unbedingt eines Wandels bedarf“, so Trempnau. Sein Mitstreiter Peter Kirch ergänzt, er wolle „global denken und lokal handeln“.

Als Linke treten die Kandidaten für Gerechtigkeit und Solidarität auch den zukünftigen Generationen gegenüber ein, erklärt Kirch. Dazu gehöre auch die nachhaltige Flächennutzung. Durch einen Flächenhandel über Zertifikate soll die Menge an verfügbaren Arealen verknappt werden. Langfristig solle das Ziel sein, die Neuinanspruchnahme von Flächen auf Null zu reduzieren oder Ausgleichsflächen zu schaffen. Grundstücke im Besitz der Gemeinde sollen ökologisch bewirtschaftet werden, fordern Die Linken.

Zudem, so Trempnau, solle die Gemeinde den Klima-Notstand ausrufen. Dann müssten alle Maßnahmen nach ihrer Klima- und Umweltverträglichkeit geprüft werden. Zudem soll es laut Ley zu mehr direkter Demokratie durch stärkere Bürgerbeteiligung kommen. Und sie wollen die Menschen aktivieren, sich politisch zu engagieren. Weiter steht in ihrem Programm, dass sie die regionale Wirtschaft stärken wollen, indem etwa Gewerbe und Handwerk angesiedelt wird sowie kleine landwirtschaftliche Betriebe und Genossenschaften gefördert werden.

Überregional wollen sich die Neu-Eichenberger Linken für ein gerechteres Steuersystem ebenso einsetzen wie für eine geänderte Verteilung der Finanzen und damit mehr Geld für Kommunen.

Die Kommunalwahl-Liste der Linken führt Antonia Ley an. Danach kommen in dieser Reihenfolge: Peter Kirch, Thomas Trempnau, Corinna Trempnau, Simon Arbach und Dr. Katja Roose. (nde)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.