Länder besprechen Strategie für Sanierung

Heidkopftunnel: Umleitung soll nicht über B 80 bei Neu-Eichenberg gehen

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Sie muss – ebenso wie der Heidkopftunnel – dringend saniert werden: Die alte Brücke über die Bahnlinie Neu-Eichenberg-Witzenhausen. Die B 80 verbindet in diesem Bereich unterhalb des Arnsteins Hessen und Thüringen.

Am 20. März soll feststehen, wie der Verkehr umgeleitet werden soll, wenn der Heidkopftunnel an der Autobahn 38 saniert wird.

Wie die Landesstraßenbaubehörde Hessen Mobil jetzt auf HNA-Anfrage mitteilte, wird es dann einen Termin geben, bei dem die Behörden der betroffenen Bundesländer Hessen, Niedersachsen und Thüringen das weitere Vorgehen abstimmen werden.

„Ziel ist es, eine Umleitung auszuweisen, welche die B-80-Brücke am Arnstein nicht tangiert“, betont Hessen-Mobil-Sprecherin Annette Kümpel. Die Brücke über die Bahntrasse südlich von Neu-Eichenberg ist ebenfalls sanierungsbedürftig und könnte einer wochenlangen Autobahnsperrung womöglich nicht mehr standhalten. Die notwendigen Arbeiten an der Brücke sollen laut Kümpel aber erst beginnen, wenn der A-38-Tunnel saniert ist – also vermutlich nicht vor 2020. Die Brücke gehört dem Bund, Hessen Mobil kümmert sich im Auftrag darum. An den Sanierungskosten für die Brücke, zu deren Kosten Kümpel keine Angaben machte, wird gemäß dem Eisenbahnkreuzungsgesetz auch die Deutsche Bahn beteiligt.

Eine mögliche Begrenzung der zulässigen Belastung auf 3,5 Tonnen, über die in Niedersachsen spekuliert worden war, soll es laut Kümpel wohl doch nicht geben: „Bei Normalverkehr, also ohne Umleitungsverkehr, ist aufgrund der geringen Verkehrsbelastung keine Gewichtsbeschränkung vorgesehen.“ Aktuell fahren pro Tag 1800 Fahrzeuge über die B-80-Brücke am Arnstein.

Täglich fahren 1800 Fahrzeuge über die Brücke unterhalb des Arnsteins.

Eine Umleitung des Autobahnverkehrs über das marode Bauwerk, wie sie manchmal nach Unfällen oder bei der Wartung des Heidkopftunnels nötig wird, erhöht die Belastung der Brücke indes jedes Mal um ein Vielfaches. Im Schnitt fahren täglich 29 700 Fahrzeuge in beide Richtungen durch den Heidkopftunnel.

In Niedersachsen werden derzeit mehrere Szenarien für den Umleitungsverkehr während der wohl acht Wochen dauernden Sanierung der Fahrbahn im Heidkopftunnel diskutiert. Eine Lösung wäre, während der Sperrung einer Tunnelröhre den Verkehr auf jeweils einer Spur durch die andere Röhre zu leiten.

Allerdings bedeutet dies Gegenverkehr im Tunnel. Eine andere Variante wäre der Bau einer Notabfahrt an der Landesstraße zwischen Reckershausen und Niedergandern, die die umliegenden Dörfer entlasten würde. Auch eine „Blockabfertigung“ ist im Gespräch: Dabei fließt der Verkehr auf der A 38 jeweils nur in eine Richtung durch den Tunnel. Der Gegenverkehr muss derweil vorm Tunnel warten. 

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