Camp darf vorerst bleiben 

Hessische Landgesellschaft duldet Ackerbesetzer in Neu-Eichenberg

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Protestcamp auf dem Acker vor der angedrohten Räumung 

Die Besetzer des Ackers in Neu-Eichenberg dürfen vorerst bleiben. Das teilt Luca Rosenberg, einer der Aktivisten, auf Anfrage der HNA mit.

Am Freitag hieß es noch, dass die Hessische Landgesellschaft (HLG), die mit der Vermarktung des Areals betraut ist, von ihrem Eigentumsrecht Gebrauch machen und das Camp räumen lassen wolle, so sind die Aktivisten jetzt geduldet.

Sie hätten den Ersten Beigeordneten Achim Albrecht-Vogelsang, der gerade Bürgermeister Jens Wilhelm vertritt, um ein Gespräch gebeten, das am Montag stattfand, berichtet Rosenberg. Dabei sei den Aktivisten mitgeteilt worden, dass keine Räumung stattfinde. „Wir freuen uns darüber und sehen es als Zeichen, dass der Protest Erfolg hat“, sagt Rosenberg. Nun möchten sie offziell den Dialog mit den Gemeindevertretern suchen. „Es ist ein gutes Zeichen, dass der Protest sichtbar bleibt“, so Rosenberg. Sei das Camp doch ein Treffpunkt sowohl für Menschen aus Hebenshausen, aber auch von weiter weg, zum Beispiel aus Göttingen und Kassel geworden. In der Duldung sieht Rosenberg „einen ersten Schritt auf dem Weg zum Ausstiegsszenario.“

Eine selbst gebastelte Dietz-Scheuche empfängt die Besucher des Camps. 

Albrecht-Vogelsang berichtet, dass es zahlreiche Gespräche mit der HLG gebe. Mit der Entscheidung habe man eine „Vernunftlösung gefunden.“ Im Gespräch mit den Vertretern der Aktivisten habe er deutlich gemacht, dass die Lage auf dem geplanten Sondergebiet Logistik friedlich bleiben müsse. Zudem sollen die Dreibeine an der B 27 weggeräumt werden, da um diese bei der Bearbeitung des Ackers nicht herumgefahren werden kann. Das Camp wird mit Flatterband abgesteckt, so dass die Landmaschinen um das Camp herumfahren können.

So könnten die Gemeindevertreter ihre Arbeit machen und entscheiden, „und dann sehen wir weiter“, so Albrecht-Vogelsang.  

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