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Marcus Stolle tritt für die SPD als Bürgermeisterkandidat in Neu-Eichenberg an

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Von: Nicole Demmer

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Auf dem Brandenburger Tor: So heißt die Brücke in Eichenberg Bahnhof, von der Marcus Stolle gerne den Ausblick auf das Drei-Länder-Eck genießt.
Auf dem Brandenburger Tor: So heißt die Brücke in Eichenberg Bahnhof, von der Marcus Stolle gerne den Ausblick auf das Drei-Länder-Eck genießt. © Nicole Demmer

Die SPD schickt für die Bürgermeister-Wahl in Neu-Eichenberg Marcus Stolle ins Rennen.

Neu-Eichenberg – Neu-Eichenberg ist landschaftlich und mit seinen kleinen Ortskernen schön. Das war der erste Eindruck von Marcus Stolle, als er gefragt wurde, ob er Bürgermeister werden möchte und sich mit seiner Frau die Gemeinde angeschaut hat. Schnell hatten sich beide dafür entschieden, dass der 40-Jährige für die SPD ins Rennen um das Bürgermeisteramt gehen will.

„Ich bin seit gut zehn Jahren kommunalpolitisch aktiv“, sagt Marcus Stolle, der mittlerweile sechs Jahre in der Eschweger Stadtverordnetenversammlung sitzt. „Ich möchte etwas gestalten und voranbringen, daher habe ich mir gesagt: Ich könnte mir gut vorstellen, in Neu-Eichenberg Bürgermeister zu werden.“ Als Vorteil sieht Stolle, der aktuell als Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks Werra-Meißner arbeitet, dass er durch diese Tätigkeit und sein ehrenamtliches Engagement in der Politik und beim Open Flair viele Kontakte im Kreis und im Land Hessen hat.

„Neu-Eichenberg ist gut angebunden durch die Autobahn, aber noch mehr durch den Bahnhof“, nennt Stolle einen Vorteil, den es zu entwickeln gelte. „Ich möchte, dass der Bahnhof und der Vorplatz attraktiv werden.“ Zwar liege das in der Hand der Bahn, „aber ich werde Druck machen“. Für das Gebäude müsse man wieder mit dem Besitzer ins Gespräch kommen. „Es wird nicht einfach, aber man kann aus dem Gebäude etwas rausholen“, sagt Stolle, der sich dort studentisches Wohnen, Arbeitsräume und ein Kulturcafé vorstellen kann. Entwicklungspotenzial sieht er auch darin, Zuzug zu generieren und zum Beispiel mit einer neuen Halle Möglichkeiten für Gewerbetreibende zu schaffen. Dazu komme: „Wir müssen immer im Blick haben, die Eigenständigkeit der Gemeinde zu erhalten“, sagt er.

Zu den Verbindlichkeiten, die im Zuge der Abwicklung des Sondergebiets Logistik anfallen, müssten noch viele Gespräche geführt werden, sagt der Kandidat. „Wir müssen uns beim Land um die Unterstützung, die zugesagt wurde, bemühen.“ Um zu wissen, wie es mit den 15 Hektar auf dem Areal, die der Gemeinde noch zur Verfügung stehen, weitergehen soll, müsse erst feststehen, wo die Fläche liegt und was dort möglich ist, meint Stolle. Und: „Die Bürger müssen früh eingebunden werden, um zu erfahren, was sie möchten.“

Kurz und knackig war der Wahlkampf bisher, berichtet Stolle. „Die Leute finden gut, dass ich von Tür zu Tür gehe, ich habe das Gefühl, sie freuen sich, dass man ihnen mal wieder zuhört.“ Das sei zwar zeitintensiv, aber wichtig, da er von Außen kommt, so könnten die Menschen ihn kennenlernen. Daher habe er auch in jedem Gemeindeteil einen Briefkasten für die Wünsche und Anregungen der Bürger gehabt. Darin wurde beispielsweise geäußert, dass ein Lebensmittelmarkt im Ort schön wäre. „Das würde ich gerne mit einer offenen Markthalle für heimische Produzenten verbinden – von Neu-Eichenbergern für Neu-Eichenberg“, sagt Stolle, der die Halle dann auch als Treffpunkt und Ort des Austausches sieht. Auch hierfür könne er seine Kontakte gut nutzen.

Sollte er Bürgermeister werden, möchte Stolle sich so bald wie möglich eine Wohnung in Neu-Eichenberg suchen, „um etwas von der Gemeinde mitzubekommen. Für mich ist klar, dass es kein Job von 8 bis 17 Uhr ist.“

In der wenigen Freizeit, die Stolle gerade hat, ist er gerne mit der Familie in der Natur unterwegs – fährt Fahrrad oder geht klettern und bouldern. Letzteres schon jetzt gerne in der Neu-Eichenberger Umgebung. (Nicole Demmer)

Ein Vorstellungsvideo finden Sie ab Donnerstagmittag auf hna.de/witzenhausen

ZUR PERSON

Marcus Stolle (40) wurde in Apolda geboren. Seit 1992 lebt er in Eschwege, wo er am Beruflichen Gymnasium das Abitur ablegte. Darauf folgte eine Ausbildung zum Fachinformatiker, in dem Beruf war er bis 2009 tätig. Im Anschluss wechselte Stolle, der sich von Anfang an für das Open Flair engagiert hat, hauptberuflich ins Festival-Team, wo er unter anderem für die Veranstaltungsplanung – auch im E-Werk und der Stadthalle – verantwortlich war. Seit 2020 ist er Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks Werra-Meißner. Marcus Stolle ist verheiratet und hat zwei vier und sechs Jahre alte Söhne. (nde)  

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