Nach Antrag der Wehrführer

Gemeindevertreter stimmen Montag über Fusion von Neu-Eichenbergs Wehren ab

+
Im Einsatz: Gemeinsam geübt haben die Wehren aus Neu-Eichenberg früher schon, wie hier bei der Osterübung 2013. Nun ist es die Regel.

Neu-Eichenberg. Geht es nach dem Antrag der Wehrführer aus Neu-Eichenbergs Ortsteilen, dann entscheiden die Gemeindevertreter während ihrer nächsten Sitzung für eine Gemeindewehr.

Damit würden die Parlamentarier am Montag, 5. Februar, offiziell machen, was ein Arbeitskreis, bestehend aus den Wehrführern, Fraktionsvorsitzenden sowie jeweils einem Fraktionsmitglied und einem Aktiven aus jeder Wehr, in zehn Sitzungen besprochen haben: Die Wehren sollen zu einer Gemeindewehr zusammengelegt werden. „Der Arbeitskreis hat einstimmig beschlossen, den Gemeindevertretern zu empfehlen, dem Antrag zu folgen“, sagt Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth (SPD). 

Einer der Hauptgründe für den Antrag: Der Brandschutz soll sicher gestellt werden. Zudem gibt es Probleme, Führungspersonal zu finden. Drei Wehren stehen momentan laut Rohde-Erfurth ohne stellvertretenden Wehrführer da.

Vorangegangen waren Befragungen bei den Wehren der Gemeindeteile. „Es gab einzelne Widerstände“, berichtet Rohde-Erfurth. Aber im Interesse der Sache hätten alle zugestimmt. Zumal die Aktiven, die im Vorfeld Vorbehalte hatten, im Arbeitskreis einbezogen wurden. „Es geht nicht mehr anders“, hätten alle Wehrführer zum Zusammenschluss der Feuerwehren gesagt, berichtet Gemeindebrandinspektor Frank Burhenne.

Ist der Antrag beschlossen, muss auch die Satzung der Feuerwehr geändert werden. Künftig soll es für die Gemeindewehr einen Wehrführer und zwei Stellvertreter geben. Zudem können Aktivensprecher für die Ortsteile bestimmt werden. Außerdem wird es drei Gerätewarte geben.

Bereits seit einem Jahr gibt es gemeinsame Übungsdienste der Neu-Eichenberger Wehren. „Das war auch notwendig, damit die Aktiven zum Beispiel alle Fahrzeuge kennen“, so Rohde-Erfurth. Zunächst bleiben laut der Bürgermeisterin alle Fahrzeuge und Häuser, perspektivisch solle es einen großen Stützpunkt geben. Eine Idee von Ilona Rohde-Erfurth: Die 750 000 Euro, die aus der Hessenkasse nach Neu-Eichenberg fließen, dafür zu verwenden.

Einen weiteren Vorteil der Zusammenlegung nennt Frank Burhenne: nämlich in der Fahrzeugbeschaffung. Hier gebe es größere Chancen, wenn der Antrag aus einer Wehr mit mehr Aktiven kommt. In Neu-Eichenberg seien es dann bei der zusammengelegten Wehr rund 60. Für sich selbst sieht Burhenne, der im vergangenen Jahr 860 ehrenamtliche Stunden für die Feuerwehr geleistet hat, eine Entlastung.

Termin: Die Gemeindevertretersitzung findet am Montag, 5. Februar, ab 20 Uhr im Bürgertreff Hebenshausen, Lange Straße 27, statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.