Neu-Eichenbergs Ex-Bürgermeister wird 70 Jahre alt

Neu-Eichenberg. Wolfgang Fischer feiert heute seinen Ehrentag - Auch im Ruhestand ist er ehrenamtlich aktiv.

„Ich bin ja nicht mit 200 Stundenkilometern gegen die Wand gefahren“, sagt Wolfgang Fischer. Der langjährige Bürgermeister der Gemeinde Neu-Eichenberg feiert am Sonntag, 18. Dezember, seinen 70. Geburtstag. Langweilig ist ihm im Ruhestand nicht. Auch seit er 2012 die Amtsgeschäfte abgegeben hat, engagiert sich Fischer weiter öffentlich: Als Vize-Vorsitzender im DRK-Kreisverband Witzenhausen, im Vorstand der Bürgerstiftung, im Denkmalbeirat und im Förderverein der Gemeindepflege. „Da werde ich noch gebraucht und habe etwas zu tun.“

Wie viele Stunden er pro Woche während seiner 18 Jahre als Bürgermeister gearbeiter hat, hat Fischer nach eigenen Angaben nie gezählt. „Die Arbeit hat mir einfach viel Spaß gemacht.“ Ein Urlaub auf Mallorca, einer auf Sylt im Jahr - den Rest der Zeit war Fischer im Dienst. „Wenn ich im Urlaub zuhause geblieben wäre, hätten mich die Menschen ja trotzdem auf der Straße angesprochen“, sagt er.

Auch heute beschäftigt er sich noch mit Verwaltungsthemen. Als Vorsitzender des Ortsgerichts erstellt er etwa Wertgutachten für Gebäude oder meldet Sterbefälle an das Nachlassgericht. 46 Einsätze habe er seit 2009 gehabt - „dieser Aufwand hält sich wirklich in Grenzen.“

In die Politik seiner Nachfolgerin Ilona Rohde-Erfurth mischt er sich nicht ein. Trotzdem wäre er fast noch politisch aktiv: Seit 45 Jahren SPD-Mitglied ließ er sich überreden, für die Kommunalwahl 2016 zu kandidieren - und wurde von einem hinteren Listenplatz in die Gemeindevertretung gewählt. Dort hat die SPD erstmals seit Jahrzehnten aber die absolute Mehrheit verloren, CDU und Grüne trumpfen auf. Auf endlose Debatten hat Fischer keine Lust, nach der ersten Sitzung legte er sein Mandat nieder. Damit, dass er nicht in den Abfallzweckverband entsandt werden sollte, dem er jahrelang vorgestanden hatte, habe das nichts zu tun gehabt.

So bleibt mehr Zeit für sein neues Hobby, den Männergesangverein Neu-Eichenberg, wo er in vier Jahren Mitgliedschaft erst zwei Proben versäumte. Und natürlich für seine Frau, die beiden Kinder und vier Enkel: Damit Sohn und Schwiegertochter arbeiten können, übernimmt er frühmorgens den Jüngsten und bringt ihn in die Kita. Seiner Gemeinde bleibt der Fußball- und HSV-Fan Fischer treu. „Ich bin in Eichenberg-Dorf geboren und wohne in Eichenberg-Bahnhof. Außer während der Bundeswehrzeit und des Urlaubs habe ich jeden Tag den Eichenberger Kirchturm gesehen.“ Das soll so bleiben.

Am Sonntag freut sich Fischer über Gratulanten ab 13.30 Uhr bei Stollen und Getränken im Gasthaus Waldmann in Hebenshausen. Vorab gibt es eine Feier für Familie und Freunde.

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