Ortsverband und Fraktion

Neu-Eichenbergs Grüne trennen sich von Gemeindevorstand Brüssau

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Der Neu-Eichenberger Ortsverband der Grünen hat die Zusammenarbeit mit dem Gemeindevorstand Herbert Brüssau mit sofortiger Wirkung beendet. Das teilt der Ortsverbandsvorsitzende Karl-Heinz Riechel mit.

Karl-Heinz RiechelOrtsverbandsvorsitzender

„Herbert Brüssau hat sich aus eigenen Beweggründen entschlossen, nicht mehr an Fraktionssitzungen teilzunehmen“, so Riechel. Seit mehreren Monaten bestehe kaum Kontakt zwischen Fraktion, Ortsverband und Brüssau. Daher gebe es keine Basis und Gesprächskultur für eine konstruktive Zusammenarbeit und Vertretung grüner Interessen im Gemeindevorstand. Ohne aktive Zusammenarbeit mit der Grünen-Fraktion und dem Ortsverband könnten keine grünen Akzente im Gemeindevorstand eingebracht werden. Riechel weiter: „Wir haben Herbert Brüssau sowohl schriftlich als auch persönlich gebeten, sein Mandat zurückzugeben und damit den Platz frei zu machen für eine Person, die die Interessen der Grünen-Fraktion in den Gemeindevorstand direkt einbringen kann.“ Dieser Bitte sei Brüssau nicht gefolgt, weshalb die Grünen die Zusammenarbeit öffentlich für beendet erklärten.

Das sagt Herbert Brüssau

Herbert Brüssau bestätigt, sich vor rund einem Jahr aus den regelmäßigen Fraktionssitzungen zurückgezogen zu haben. Dem seien jedoch „etliche mühevolle Ansätze vorausgegangen, der Grünen-Fraktion in den Gemeindevertretersitzungen einen etwas anderen Tenor zu geben“.

Herbert BrüssauGemeindevorstand

Als Beigeordneter habe er kaum Rederecht in den Gemeindevertretersitzungen. Er habe lange bei den Fraktionsmitgliedern beklagt, so Brüssau, dass sie „den Prozess blockieren“, wenn sie weiterhin der anderen Seite den Eindruck vermitteln, diese mögen endlich begreifen, dass sie auf dem falschen Weg sind. Die Grünen seien am besten auf eine Sitzung vorbereitet, würden jedoch die anderen Fraktionen in eine Ecke treiben. „Welcher erwachsene Mensch möchte sich belehren lassen?“, fragt Brüssau. Mit seiner Bitte, den Anderen mit seiner anderen Meinung grundsätzlich zu akzeptieren, sei er leider nicht durchgedrungen.

Zum Vorwurf, er würde keine Grünen-Interessen vertreten, sagt Brüssau, es seien die Grünen gewesen, die ihn, als er sich allein gegen den Magnapark geäußert habe, in ihrer Fraktion haben wollten. „Ich halte das Sondergebiet immer noch für einen Fehler“, so Brüssau, der betont, sein Mandat behalten zu wollen. Seine Wähler könnten sich darauf verlassen, „dass ich mich an die mit der Grünen-Partei gemachten Versprechen halten werde.“nde Fotos: Per Schröter/Nicole Demmer

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