Erneut lange Debatten um Schandfleck

Planer soll drei Ideen für umstrittenen Tümpel in Eichenberg liefern

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Schandfleck soll verschwinden: Ein erster Schritt zur Erneuerung des Tümpels in Eichenberg-Dorf wurde am Dienstag gemacht.

Neu-Eichenberg. In die Neugestaltung des Tümpels am Anger in Eichenberg-Dorf kommt Bewegung: Nach engagierter, 50-minütiger Diskussion beschloss der Bau- und Umweltausschuss am Dienstagabend eine Vorlage für die Gemeindevertretung.

Der Beschluss fiel einstimmig im Beisein vieler interessierter Zuhörer. Denn der Schandfleck, aus Sicherheitsgründen mit einem Bauzaun umgeben, ärgert seit Langem viele Anwohner.

Die Gemeindevertretung soll beschließen, dass der Gemeindevorstand ein Planungsbüro einschaltet. Es soll verschiedene Gestaltungsvarianten für eine Nachfolge des jetzigen Tümpels erarbeiten. Dabei soll zumindest eine Variante mit einem Flachbett-Teich, eine mit Brunnen sowie eine mit offenem Bachlauf erstellt werden. Der bestehende Tümpel soll bis zur Umsetzung eines Konzeptes in einer Art und Weise verrohrt werden, die den skizzierten Alternativen nicht entgegensteht. Das letzte Wort hat nun das Parlament am 10. Juli.

Im Ausschuss, der unter dem Vorsitz von Adalbert Fahrenbach (SPD) tagte, sagte Hans-Heinrich Schroeter (CDU), eine Übergangslösung dürfe nicht dazu führen, dass das Projekt in Vergessenheit gerate. Übereilte Schritte seien nicht sinnvoll. Ähnlich äußerte sich die Gemeindevertreterin Joanna Marienhagen (Grüne).

Zuvor hatte Jörg Klinge (SPD) darauf hingewiesen, dass im Grunde alle Fraktionen eine Lösung anstrebten und sich Gedanken gemacht hätten. Dem Bauausschuss lagen drei mehr oder weniger ausführliche Papiere vor, über die aber nicht einzeln abgestimmt wurde.

Der jetzige Beschluss ist eine Art Synopse aus den Anträgen. Im SPD-Antrag heißt es, für viele Eichenberger stelle der Tümpel ein wesentliches Element des Ortsbildes dar – der SPD schwebt ein Wasserspiel mit Schwengelpumpe vor. Im CDU-Papier heißt es, der alte Teich sei nicht zukunftsfähig. Auch die Grünen votierten für einen Brunnen anstelle des Teiches.

Bereits im Dezember hatte sich das Parlament mit dem Thema befasst. Damals ging Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth von einem Kostenrahmen bis zu 127 000 Euro aus.

Das Gremium wählte mit Friedrich Schäfer (CDU) einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden – einstimmig bei einer Enthaltung. (wke)

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