Sondergebiet Logistik Neu-Eichenberg

Regierungspräsidium „Wir aasen nicht mit den Flächen“

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Bei Hebenshausen in Neu-Eichenberg ist das Sondergebiet Logistik geplant: Unter anderem auf Plakaten, wie hier an der B 27, drücken die Gegner ihren Protest aus. Fotos: //Regierungspräsidium

Während in Neu-Eichenberg am Freitag gegen das geplante Sondergebiet Logistik demonstriert wurde, bezeichnete Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke es gleichzeitig während eines Pressetermins als „Musterbeispiel für Regionalplanung über die Dauer von 25 Jahren.“

Susanne Linnenweber, Leiterin für Regionalplanung im Regierungspräsidium (RP), erklärte, dass die momentan als Gewerbeflächen ausgewiesenen rund 1700 Hektar 0,2 Prozent des Regierungbezirks ausmachen. „Wir aasen nicht mit den Flächen“.

Alle Teilräume des Regierungsbezirks sollen sich gut entwickeln können, so Linnenweber. So auch der Werra-Meißner-Kreis. Hier sei das Areal bei Hebenshausen eine „herausragende Fläche“, bei der es keine naturschutzfachlichen Bedenken gebe und die „goldrichtig“ geplant wurde. Die Planungen würden sehr behutsam und unter Umweltaspekten vonstattengehen, sagte Holger Schach, Geschäftsführer des Regionalmanagement Nordhessen. Logistik sei eine Wachstumsbranche und die einzige, die Arbeitsplätze schaffe und in den ländlichen Raum investiere. „Wir bringen mit solchen Entwicklungen Wertschöpfung in die Region“, so Schach. Lübcke betonte, es sei wichtig, nicht nur an einzelne Orte, sondern in Regionen zu denken. Linneweber erklärte: Der Bebauungsplan des Logistikgebiets werde jetzt angefasst, um ihn daran anzupassen, dass nun doch keine B-27-Umfahrung komme. Vom Protest, der sich in Neu-Eichenberg formiert, komme nicht viel im RP an, erklärte sie. Lübcke bot an: „Wir versuchen alles offenzulegen, was da ist.“ Eine Bürgerinitiative (BI), wie sie sich in Neu-Eichenberg gegen das Logistikgebiet formiert hat, lehne er nicht ab, sagte der Regierungspräsident.

Bürgerinitiativen sind laut Lübcke hilfreich und geben kontruktive Hinweise. Man müsse aber auch dafür kämpfen, dass an Fehden zwischen Befürwortern und Gegner „nicht die Orte kaputtgehen“, so Lübcke, „die stärke der Region ist der ländliche Raum.“ Er mahnte an, für oder gegen eine Sache zu kämpfen „aber danach einen Schoppen zusammen zu trinken.“

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