SPD stellt neuen Kandidaten auf

Rohde-Erfurth kandidiert nicht mehr als Bürgermeisterin von Neu-Eichenberg 

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Hört nach einer Amtszeit auf: Ilona Rohde-Erfurth wird nicht noch einmal für das Amt der Bürgermeisterin von Neu-Eichenberg kandidieren.

Neu-Eichenberg. Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth (SPD) wird bei der Bürgermeisterwahl am 28. Januar 2018 in Neu-Eichenberg (Werra-Meißner-Kreis) nicht noch einmal kandidieren.

Statt dessen stellte der SPD-Ortsverein Neu-Eichenberg in seiner Sitzung am Samstag mit Jens Wilhelm einen neuen Kandidaten auf.

Ilona Rohde-Erfurth führt seit 2012 die Amtsgeschäfte in der 1800-Einwohner-Gemeinde, nachdem sich ihr langjähriger Vorgänger Wolfgang Fischer (SPD) in den Ruhestand verabschiedet hatte. „Ich habe eine gute Bilanz vorzuweisen“, sagt Rohde-Erfurth. Vor allem auf die jüngsten Entwicklungen beim Sondergebiet Logistik sei sie stolz. Die Entscheidung, auf eine erneute Kandidatur zu verzichten, sei ihr daher nicht leicht gefallen, betont die 56-Jährige. „Es gibt aber ganz private Gründe dafür.“ 

Dass die SPD nach jahrzehntelanger Dominanz bei der Kommunalwahl 2016 ihre absolute Mehrheit verloren hatte und seither von CDU und Grünen gemeinsam überstimmt werden kann, habe ihre Entscheidung nicht beeinflusst, versichert die Bürgermeisterin. Die wesentlichen Entscheidungen für Neu-Eichenberg würden in der Gemeindevertretung auch weiterhin sehr einmütig fallen. Ihre Amtszeit ende am 30. Juni 2018, „ich bin also noch eine Weile da.“ Welche Pläne sie für die Zeit nach der Amtsübergabe hat, ließ Rohde-Erfurth offen.

Jens Wilhelm ist neuer SPD-Kandidat

Die Bürgermeisterin hatte sich nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen an der SPD-Findungskommission zur Nachfolgersuche beteiligt und den neuen Kandidaten Jens Wilhelm selbst angesprochen. „Er ist ruhig, besonnen und sachlich und ihm liegt die Gemeinde sehr am Herzen“, sagt Rohde-Erfurth. „Ich unterstütze seine Kandidatur persönlich sehr.“

Tritt am 28. Januar für die SPD als Bürgermeisterkandidat an: Jens Wilhelm aus Hebenshausen.

Jens Wilhelm ist 47 Jahre alt und hat bereits von 2010 bis 2015 für die SPD in der Gemeindevertretung gesessen. Der Diplom-Verwaltungswirt arbeitet seit 26 Jahren im Polizeidienst. Er stammt aus Werleshausen, lebt aber mit seiner Frau und seinem Sohn seit 2004 in Hebenshausen. Hier war er von 2008 bis 2016 Vorsitzender des Dorferneuerungsausschusses, seit 2010 leitet er auch den FC Hebenshausen, für den er bereits von 1988 bis 1996 als Spieler aktiv war. 

„Es ist mir wichtig, für alle Bürger, aber auch die örtlichen Vereine und Gewerbetreibenden Ansprechpartner zu sein und gemeinsam mit ihnen Neu-Eichenbergs Zukunft zu gestalten“, erklärt Wilhelm in einer Pressemitteilung. Er wolle im Wahlkampf mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen und erfahren, wo ihnen der Schuh drücke. „Wir freuen uns, dass wir mit Jens Wilhelm einen engagierten Kandidaten gewinnen konnten, der durch sein ehrenamtliches Engagement bereits in der Gemeinde bekannt und gut vernetzt ist und auch über Parteigrenzen hinweg respektiert wird“, sagt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jörg Klinge.

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