Schüler der Ernst-Reuter-Schule gaben Konzert in Neu-Eichenberg

Singfest: Die Schüler der Ernst-Reuter-Schule Neu-Eichenberg gaben in der Eichenberger Kirche ein vorweihnachtliches Konzert. Fotos: Schröter

Neu-Eichenberg. Weihnachtliche Stimmung herrschte in der Eichenberger Kirche, wo die Ernst-Reuter-Grundschule ihr Singfest veranstaltete.

Nachdem schon der anfängliche Kerzen-Einmarsch der Schülerschaft die vielen Eltern, Großeltern und Geschwister in der voll besetzten Kirche fasziniert hatte, sorgten Schulchor und Musik-AG sowie jede der vier Klassen mit ihren Liedbeiträgen für Begeisterung.

Besonderer Höhepunkt war in diesem Jahr jedoch die Zertifizierung der Grundschule als „Eine-Welt-Schule“. In Vertretung des verhinderten Sachbearbeiters des Schulamts Bebra überbrachte Ernst-Reuter-Schulleiter Heiko Wilke selbst die entsprechende Urkunde. Initiatorin für die Bewerbung um das Zertifikat, das zunächst für drei Schuljahre vergeben wird und für das dann eine Verlängerung beantragt werden muss, war Lehrerin Michaela Rabe. „Eine-Welt-Schule können Schulen werden, die im Bereich des Globalen Lernens einen Schwerpunkt ihrer Schulentwicklung setzen“, erklärte sie. „Für uns ist es sehr charmant, dass wir so viele entsprechende außerschulische Lernorte wie das Tropengewächshaus in Witzenhausen oder das Völkerkundliche Museum in unmittelbarer Nähe haben.“ Aber auch die Tatsache, dass die Ernst-Reuter-Schule auf freiem Feld mit ganz viel Natur drum herum gelegen sei, habe zur Zertifizierung beigetragen.

Hilfsprojekte unterstützen 

Ernst-Reuter-Schule als Eine-Welt-Schule: Initiatorin Michaela Rabe und Schulleiter Heiko Wilke mit der Urkunde.

„Uns geht es beispielsweise darum, den Kindern klar zu machen, dass die Banane nicht überall wächst, und dass es Äpfel in Uganda nicht geben kann, weil es dort keinen Winter gibt“, sagte Michaela Rabe. Neben der Behandlung von Themen des Globalen Lernens sollen laut Vorgabe des Schulamts regelmäßig auch Aktionen oder Projekte zur Unterstützung von Entwicklungsmaßnahmen auf dem Stundenplan stehen. Dies kann die regelmäßige Unterstützung eines Hilfsprojektes, Patenschaften für Kinder oder Schulpartnerschaften mit Schulen in Entwicklungsländern, aber auch das Einbeziehen von Personen, die authentisch über das Leben in anderen Ländern berichten oder das Einrichten von Schülerarbeitsgemeinschaften „Globales Lernen“ im Rahmen des Ganztagsangebots sein.

„Wir sind froh, uns jetzt für die nächsten drei Jahre Eine-Welt-Schule nennen zu dürfen“, meinte Michaela Rabe. Immerhin sei dieses Zertifikat im Altkreis Witzenhausen ihres Wissens bislang nur an die Schulen in Gertenbach und Hundelshausen vergeben worden. „Und ich gehe auch fest davon aus, dass wir anschließend eine Verlängerung beantragen werden. (per)

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