Sechs wollen auf den Acker

Runder Tisch „Alternativen zum Logistikgebiet“ stellt Zwischenergebnis vor

Für dieses Areal, bei Aufnahme des Bildes noch ohne Protestcamp, haben sich sechs mögliche Investoren Projekte entwickelt.
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Für dieses Areal, bei Aufnahme des Bildes noch ohne Protestcamp, haben sich sechs mögliche Investoren Projekte entwickelt.

15 Sitzungen liegen hinter den Mitgliedern des Runden Tisches für Alternativen zum Logistikgebiet Neu-Eichenberg – und es werden noch einige folgen, denn die Arbeit der zwölf Mitglieder ist noch nicht getan. Während der Gemeindevertretersitzung am Montag gab der Vorsitzende des Bau- und Umweltausschusses, Niels Ippensen (SPD), einen aktuellen Sachstand.

Neu-Eichenberg – Im Vorfeld, so Ippensen, hatten die Mitglieder einen Kriterienkatalog erarbeitet, nach dem die Projekte der einzelnen Investoren, die den Acker nutzen möchten, bewertet wurden. Die Kriterien sind:

.  Ökonomie – unter anderem Einnahmen, Ausgaben und Wirtschaftlichkeit für die Gemeinde

.  Ökologie – unter anderem Natur und Umwelt, Auswirkung auf Schutzgüter und Nachhaltigkeit

.  Soziales – unter anderem Lebensqualität, Verkehr und Arbeitsplätze

.  Verschiedenes – Zeithorizont, Durchführbarkeit und Lebensmittelproduktion

Anhand dieser Liste wurden sechs Projekte bewertet und je drei Vorteile für die Gemeinde herausgefiltert. Die Projekte gehen von Fotovoltaikanlagen über Saatgutherstellung bis zu Mischnutzungen.

. LNF-Energy & 4Native

möchten auf 50 Hektar eine Fotovoltaikanlage aufstellen. Vorteile: Beitrag zum Klimaschutz mit möglicher Nachnutzung, Bürgerbeteiligung, Ansiedlung in der Gemeinde.

.  Next2Sun

möchten auf 35 Hektar Fotovoltaikanlagen aufstellen und gleichzeitig Landwirtschaft betreiben. Vorteile: Erhalt guter Ackerböden, Ressourcenschutz, innovatives Projekt.

. Setrade

möchten auf 55 Hektar Fotovoltaikanlagen aufstellen und auf 12 Hektar ein emissionsfreies Gewerbegebiet bauen. Vorteile: Arbeitsplätze und Steuereinnahmen, Klimaschutz, Bürgerbeteiligung an der Fotovoltaikanlage.

. Adaica

möchte eine Fotovoltaikanlage mit darunter liegenden Biotopen für Insekten und Pflanzen bauen, dazu ein 15 Hektar großes Gewerbegebiet. Vorteile: Arbeitsplätze und Steuereinnahmen, Beitrag zum Klimaschutz, „grünes“ Gewerbegebiet.

. Culinaris

möchte auf 30 Hektar Saatgut, Jungpflanzen und Anderes erzeugen und auf 600 Quadratmetern eine Betriebsstätte errichten. Vorteile: passt in die Region, Kombinationslösung, ökologisch und nachhaltig.

. Land schafft Zukunft

möchte eine kombinierte Lösung unter anderem aus Landwirtschaft, Fotovoltaik, Forschung, Saatgutherstellung und Catering. Die Domäne soll Wohnraum werden. Vorteile: regionale Wertschöpfung, breite Betriebslandschaft, Ressourcensicherung.

Alle Konzepte, so Ippensen, können auch kombiniert werden. Der Arbeitskreis müsse nun offene Fragen prüfen, etwa die Freigabe der Fläche im Raumordnungsverfahren, da bisher nur Logistik als Nutzung vorgesehen ist.

Die Grünen regten an, zu den Alternativen eine Bürgerversammlung durchzuführen, das werde laut Bürgermeister Jens Wilhelm geprüft.  

Info: Die Präsentation zu den Konzepten ist ab kommender Woche zu finden unter neu-eichenberg.de (nde)

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