Planer stellen Änderungen vor

Sondergebiet Logistik in Neu-Eichenberg:  Zufahrt nun über die B 27

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So ist der neue Plan: Die Grafik zum geplanten Sondergebiet Logistik stellte Bauleitplaner Christoph Henke den Gemeindevertretern vor.

Neu-Eichenberg. Das Sondergebiet Logistik beschäftigt die Gemüter der Neu-Eichenberger. Das zeigte sich am Montag zur Gemeindevertretersitzung, an der rund 30 Besucher teilnahmen, um die neuesten Pläne zu erfahren.

Nachdem das Parlament während seiner Sitzungen im Mai und Juli die letzten wichtigen Beschlüsse gefasst hatte, stellten Bauleitplaner Christoph Henke und Projektsteuerer Michael Lorenz die geänderten Pläne für das Sondergebiet Logistik vor. Ein Ziel der neuen Planung sei es, große Flächen in möglichst kurzer Zeit zu erschließen, so Henke. Ausgebaut werden sollen zuerst die Bauabschnitte SO1 und SO2 (siehe Grafik).

Für den ersten Abschnitt sind inklusive Straße, Kanälen für Oberflächenwasser und Schmutzwasser sowie die Wasserversorgung, Ausgleichsmaßnahmen und Logistik wie Kabel, Leerrohre und Straßenbeleuchtung acht Millionen Euro kalkuliert. Der zweite Abschnitt wird mit sechs Millionen Euro veranschlagt. Dem gegenüber stehen frühere Kostenschätzungen von 30 Millionen Euro Baukosten. Wobei laut Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth die Wasser- und Kanalkosten (rund 1,8 Millionen) vom Wasserverband Leine-Süd getragen werden, dem die Gemeinde Neu-Eichenberg angehört.

Geändert hat sich unter anderem:

1  BUNDESSTRASSE 27

Das Gewerbegebiet soll künftig nicht über einen Kreisel, sondern die B 27 mit Abfahrt zwischen den Abzweigen zur Ernst-Reuter-Schule und nach Berge angebunden werden. Dadurch würde eine mögliche Ortsumfahrung nicht behindert, so Henke. Der geplante Kreisel könne später in diese Ortsumfahrung eingebunden werden.

2  ACKERFLÄCHE

Durch die geänderte Zufahrt zum Sondergebiet Logistik wurde ein kleiner Teil des Gebiets als landwirtschaftliche Fläche festgelegt, um die Linie der B 27 zu erhalten.

3  HEBENSHÄUSER BACH

Der Bachverlauf wird in den Geltungsbereich des Logistikgebiets verlegt. Als Ausgleich für die Baumaßnahmen soll der momentan noch unterirdisch fließende Bach an die Oberfläche kommen. Durch das Bachbett könne künftig vermieden werden, so Henke, dass, wie bisher, bei starkem Wasseraufkommen das Wasser aus den Kanaldeckeln auf die Bachstraße gedrückt wird.

4  ERSCHLIESSUNGSSTRASSE

Die Erschließungsstraße durch das Sondergebiet Logistik bleibt in der Streckenführung fast unverändert. Allerdings verringert sich die Breite von 21 auf zehn Meter. Es soll nun nur noch einen Rad-/Gehweg geben. Zudem werden die Baumreihen am Straßenrand den zu verkaufenden Flächen zugeordnet und damit die künftigen Käufer in die Pflicht genommen, entsprechende Anpflanzungen vorzunehmen. Damit reduzieren sich laut Henke die Unterhaltungskosten für die Gemeinde.

5 BAHNHOFSWEG

Der Bahnhofsweg soll mitsamt seiner Baumreihe und dem Rad-/Gehweg erhalten bleiben. Um Konflikten zwischen Zulieferern und Anwohnern, die SPD-Gemeindevertreter Sven Schreivogel (SPD) befürchtet, zu vermeiden, müsste eine ordnungsrechtliche Regelung gefunden werden, damit die Lastwagen nicht in die Ortslage fahren, so Henke. Laut Lorenz könnte die Kreuzung so gebaut werden, dass Laster nicht in den Ort hineinfahren können. Alternative zur Kreuzung wäre eine teure Brücke, erklärte Lorenz.

6  WÄLLE

Die Wälle im Norden und Süden des Sondergebiets sollen statt acht nur noch sechs Meter hoch sein. Dadurch reduziert sich die Breite von 28 auf 20 Meter, dadurch wird das Sondergebiet größer. Auf die Nachfrage von Grünen-Fraktionsvorsitzender Bettina Biehler, ob dadurch der Lärmschutz für die Anwohner weiter gegeben sei, antwortete Henke, dass der Lärmschutz nicht durch die Wälle gegeben werde. Vielmehr seien die Investoren dazu verpflichtet, dass nicht mehr als 40 DbA im angrenzenden Gebiet ankommen. Das entspricht laut Dezibel-Tabelle einer leisen Unterhaltung.

Dem Berichtsantrag der Grünen mit 29 Punkten zum Sondergebiet stimmten diese und die CDU bei Ablehnung der SPD zu, so dass der Gemeindevorstand in der nächsten Sitzung berichtet. Im Dezember könnte das Parlament über die Offenlegung der Baupläne beschließen, im März 2018 dann über die Änderungen.

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