200 Kilo Äpfel werden zu leckerem Saft

Tag der Nachhaltigkeit an der Neu-Eichenberger Ernst-Reuter-Schule

Die Kinder bekamen leuchtende Augen, während Peter Kirch ihnen den frisch gepressten Apfelsaft in ihre Trinkflaschen abfüllte.
+
Die Kinder bekamen leuchtende Augen, während Peter Kirch ihnen den frisch gepressten Apfelsaft in ihre Trinkflaschen abfüllte.

„Das ist ja super“, ruft das Mädchen mit den lustigen Zöpfen und strahlt über das ganze Gesicht. Gerade hat Peter Kirch vom Verein Gemüsekollektiv Hebenshausen der Zweitklässlerin der Neu-Eichenberger Ernst-Reuter-Grundschule frisch gepressten Apfelsaft aus einem großen Edelstahlbottich in ihre gläserne Trinkflasche abgefüllt.

„Ich bin ja mal gespannt, wie der schmeckt“, sagt die Kleine, während bereits die Flasche eines Klassenkameraden befüllt wird.

Dass sich die Grundschüler am Donnerstag so sehr über ein bisschen Apfelsaft freuten, lag wohl daran, dass sie die dafür benötigten Äpfel im Vorfeld selbst gepflückt oder zumindest von Zuhause mitgebracht hatten. Mit der Apfelpress-Aktion beteiligte sich die Ernst-Reuter-Schule an der sechsten Auflage des Hessischen Tages der Nachhaltigkeit, mit dem alle zwei Jahre auf den übermäßigen weltweiten Verbrauch von natürlichen Ressourcen aufmerksam gemacht werden soll.

„Als zertifizierte Eine-Welt-Schule ist es für uns ganz selbstverständlich, dass wir uns am Nachhaltigkeitstag beteiligen“, sagt Schulleiterin Michaela Rabe. Nachdem man vor zwei Jahren aus Fallobst Gelee hergestellt habe und alle Schüler begeistert gewesen seien, ein kleines Glas davon mit nach Hause nehmen zu können, sei man diesmal auf die Idee mit dem Apfelsaft gekommen.

„Da sehen die Kinder auch wieder, dass es sich durchaus lohnt und nachhaltig ist, vom Baum gefallene Äpfel aufzusammeln und daraus leckeren Saft zu pressen, anstatt sie einfach verrotten zu lassen“, so Rabe. Organisiert hatte die Schulleiterin die Aktion zusammen mit dem Gemüsekollektiv, dessen Mitglieder zunächst mit den Schülern auf dem Schulgelände Äpfel gepflückt hatten und anschließend das Saftpressen erklärten und begleiteten.

Dazu war Bernd Gosch aus Bördel (Niedersachsen) mit seiner mobilen Mosterei angereist und verwandelte die rund 200 Kilogramm Äpfel, die von den Schülern gepflückt und gesammelt worden waren, in leckeren Saft.

„Ich freue mich, dass die Aktion bei allen Beteiligten so gut ankommt und das alles so reibungslos abläuft“, sagte Michaela Rabe. „Und das, obwohl wir auf die Einhaltung der Corona-Hygieneregelungen achten und die Kinder den gebotenen Abstand einhalten müssen.“ (per)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.