Ambitionierter Sportler aus Hebenshausen

Triathlet Mirko Witte will auch mal beim Ironman in Hawaii starten

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Rasant auf dem Rad: Mirko Witte beim Werraman in Eschwege in diesem Jahr.

Hebenshausen. Der Bad Wildunger Patrick Lange hat es gerade mit einem Sieg vorgemacht, auch Mirko Witte hat ein ehrgeiziges Ziel: Er will einmal beim härtesten Triathlon der Welt, dem Ironman auf Hawaii, starten.

Vierter beim Bilstein-Halbmarathon und jeweils Dritter beim Cherryman in Witzenhausen und Werraman in Eschwege. Das sind nur einige der Erfolge, die Mirko Witte aus Hebenshausen dieses Jahr verzeichnete. Er ist erfolgreicher Triathlet, der auch auf Laufstrecken zuhause ist. Und das Ganze mit einer Besonderheit: Bei seinem Verein, dem Rad-Sport-Club Göttingen, werde er „als Athlet bezeichnet, der nicht trainiert“, sagt er und schmunzelt.

Schon mit sechs Jahren fing Witte an, zu schwimmen. 25 Jahre lang hieß es für den ambitionierten Hobbysportler: zwei- bis dreimal die Woche Training und am Wochenende Wettkämpfe. „Aber nach 25 Jahren Kacheln zählen war Schluss“, erinnert Witte sich. Einige Jahre Pause folgten. Nach dem Umzug von Leipzig nach Göttingen fing der 38-Jährige an, wieder zu schwimmen und gelegentlich zu radeln, 2012 stand der erste Triathlon auf dem Programm. Es folgten Starts in lokalen Rennen mit klassischer Sprintdistanz: bis zu 750 Meter schwimmen, bis zu 20 Kilometer radeln und bis zu fünf Kilometer laufen. „Das kann jeder Sportler schaffen“, sagt Witte.

Im vergangenen Jahr startete er dann richtig durch. Zweimal die Woche wurde geschwommen, gezieltes Lauf- und Radtraining gab es jedoch außer der täglichen Radfahrt zur Arbeit immer noch nicht. Mit der Staffel startete er im niedersächsischen Ligasystem. „Das hat mich begeistert. Ich war beim Schwimmen schon immer der Staffel-Typ“, berichtet Witte.

Erfolgreich: Mirko Witte mit Sohn Neo, der auch schon Triathlon läuft. 

Am Ende der Saison stand der dritte Platz für die Mannschaft und nun auch der Beginn eines Lauftrainings. Nach dem Umzug nach Neu-Eichenberg zum Beispiel mit einem Lauf von Göttingen bis nach Hause. „Das hat das erste Mal wehgetan. Ich bin die Treppe nur rückwärts hochgekommen“, erinnert Witte sich, der sich immer neue Ziele setzt. Deswegen ging es dieses Jahr auf die erste Mitteldistanz mit 1,9 Kilometer schwimmen, 90 Kilometer radeln und 21 Kilometer laufen. „Das war das Saisonhighlight“, sagt er. 2018 sollen es dann zwei und ein noch längerer olympischer Triathlon werden. Mit einem Traumziel: Der Ironman in Hawaii. Irgendwann möchte er sich für das legendäre Rennen qualifizieren.

Warum tut Witte sich die Rennen an? „Ich will es mir selbst beweisen“, erklärt er. Für ihn sei es Ausgleich zu Bürojob und Familie. Und womit beschäftigt sich ein Triathlet, wenn er stundenlang unterwegs ist? „Man muss sich auf jede Disziplin neu konzentrieren und hat nicht viel Zeit zum Denken“, erklärt er. So sucht er sich beim Rennen zum Beispiel Fixpunkte, die er erreichen will, etwa die nächste Boje beim Schwimmen oder eine Zeit, in der er per Rad die nächste Runde absolvieren will.

Das Triathlonfieber hat Witte in der Familie übrigens weitergegeben: Sohn Neo nimmt schon erfolgreich an Rennen seiner Altersklasse teil. 

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