Tümpel soll saniert werden - Bauzaun schützt vor Hineinfallen

Schutz für Mensch und Tier: Der Tümpel ist mit einem Bauzaun gesichert worden. Foto: Steensen

Neu-Eichenberg. Zwischen 99 000 Euro und 127 000 Euro Kosten kommen auf die Gemeinde zu, wenn sie den Teich in Eichenberg-Dorf sanieren will, berichtete Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth in der Gemeindevertretersitzung.

Sie reagierte damit auf einen Antrag der SPD-Fraktion, die wissen wollte, wie der Teich gespeist wird, welche Möglichkeiten der Restaurierung es gibt und wie hoch die Kosten ausfallen würden. Fachlich richtig müsste der Teich als Tümpel bezeichnet werden, sagte Rohde-Erfurth. Nach einer Prüfung sei der Gesamteindruck besonders des Randes nicht gut.

Der Tümpel sei das Auffangbecken für den Karlsbach gewesen, der verrohrt bis in das Gewässer lief, so die Bürgermeisterin. Im Laufe der Jahre sei die Verrohrung porös geworden, sodass das Wasser nicht mehr in den Bach, sondern oberhalb des Tümpels in einen Regenwasserkanal fließe. 2007 sei daher eine Abzweigung vom Kanal gelegt worden, durch die der Tümpel wieder mit einem Teil des Wassers versorgt werde.

Um den Wasserlauf dauerhaft wiederherzustellen, müssten laut Rohde-Erfurth Karlsbach und Kanal grundlegend saniert werden. Der Kanal sei Sache des Wasserverbands Leine-Süd, die Bachsanierung müsse durch die Gemeinde getragen werden. Die Kosten hierfür würden rund 90 000 Euro betragen und sollen in den Haushalt für 2018 aufgenommen werden.

Würde der Tümpel saniert, fielen zudem rund 37 000 Euro Kosten an. Unter anderem müsste die Sandsteinmauer saniert und neu gesetzt werden, der Schlamm müsste entsorgt, Betonit verlegt sowie Zu- und Ablauf neu eingefasst werden. Die zweite, mit 9000 Euro kostengünstigere Variante wäre, den Tümpel zu verfüllen und mit Rasen einzusäen, sodass der Bach durch Rohre darunter hindurch geleitet würde. Hier könnte der Bauhof einen Teil der Arbeiten erledigen.

Zudem hat es laut Rohde-Erfurth Anregungen von Bürgern gegeben, den Tümpel in eine Wassertretstelle oder einen Wasserspielplatz zu verwandeln. Sowohl bei diesen beiden Varianten als auch bei der Sanierung des Tümpels müsste zusätzlich ein Geländer gesetzt werden, damit niemand in den Tümpel falle, sagte die Gemeinde-Chefin.

Auf den Hinweis der Grünen-Gemeindevertreterin Elisabeth Haag-Wollers hin, dass Hunde in den Teich fallen und ertrinken könnten, habe sie einen Bauzaun um den Tümpel stellen lassen, berichtete Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.