SPD verliert ihre absolute Mehrheit in Neu-Eichenberg 

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Auszählen: Die Wahlhelfer zählten die Ergebnisse der Kommunalwahl aus. 

Neu-Eichenberg. Aus dem Kopf-an-Kopf-Rennen, das sich im Trendergebnis am Sonntagabend darstellte, haben sich bei der Gemeindewahl in Neu-Eichenberg zwei Gewinner herauskristallisiert.

Die CDU hat 4,9 Prozent zugelegt und zugleich einen Sitz in der Gemeindevertretung hinzubekommen. Und die SPD ist mit 46,5 Prozent weiterhin die stärkste Fraktion. Allerdings hat sie die knappe absolute Mehrheit verloren und ebenso ein Mandat im Parlament. Die Grünen blieben weitgehend konstant, sie verloren 1,4 Prozent, behalten aber ihre drei Mandate. So sieht das vorläufige Endergebnis aus, das gestern um 13.40 Uhr feststand.

„Wir freuen uns riesig“, meinte Mit-Spitzenkandidat Hans-Heinrich Schröter von der CDU, zum einen über den zurückgewonnenen fünften Sitz in der Gemeindevertretung und zum anderen darüber, dass die SPD die absolute Mehrheit verloren hat - „das war unser oberstes Wahlziel“. Schröter kann sich vorstellen, dass man künftig bei verschiedenen Sachfragen mit den Grünen zusammenarbeitet. Da gebe es Berührungspunkte. Er hofft aber auch, dass die SPD-Vertreter offener für Gespräche werden. Das sei bislang schwierig gewesen. Schröter: „Die haben ihre absolute Mehrheit gnadenlos ausgenutzt.“

Die SPD hatte sich gewünscht, die absolute Mehrheit behalten zu können. Dass dies schwer würde, sei wegen des allgemeinen Trends zu erwarten gewesen, sagte Spitzenkandidatin Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth mit Hinweis auf die Bundespolitik. Von daher sei sie zwar enttäuscht, aber mit dem Ergebnis dennoch zufrieden. Der Verlust von 3,5 Prozent sei verkraftbar. Rohde-Erfurth, die ihr Parlaments-Mandat wie erwartet nicht annehmen wird, kann sich vorstellen, dass die SPD in Zukunft mit wechselnden Mehrheiten agiert. Bislang sei in der Gemeindevertretung ja auch gut und sachlich miteinander gearbeitet worden.

Grünen-Spitzenkandidatin Bettina Biehler freute sich, dass die drei Sitze gehalten wurden, auch wenn man gehofft habe, ein Mandat hinzuzugewinnen, was angesichts des allgemeinen Trends aber eher nicht erwartet werden konnte. Auch freue sie sich, dass nun mangels einer absoluten Mehrheit der SPD mehr Zusammenarbeit im Parlament erforderlich werde und damit auch mehr Bewegung hineinkomme. Wo sich die Grünen positionieren werden, entscheide sich an den einzelnen Themen. Man schließe weder eine Zusammenarbeit mit der CDU, noch mit der SPD aus.

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