Viel zu tun für die Feuerwehr

Eichenberger Brandschützer haben Bedarfs- und Entwicklungsplan bis 2025

Umbauen oder neu bauen? Das ist die Frage, die sich für das Feuerwehrhaus in Hebenshausen stellt.
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Umbauen oder neu bauen? Das ist die Frage, die sich für das Feuerwehrhaus in Hebenshausen stellt.

Durch die Fusion kommen einige Aufgaben auf die Neu-Eichenberger Feuerwehr zu.

Neu-Eichenberg – 48 Einsatzkräfte werden für die Neu-Eichenberger Feuerwehr mindestens benötigt. Das geht aus dem Bedarfs- und Entwicklungsplan 2021 bis 2025 hervor.

Im Zuge der Zusammenlegung der Gemeindeteil-Wehren wurden die Schutzbereiche – also die Bereiche, in denen nach dem Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetz in zehn Minuten nach Alarmierung wirksame Hilfe eingeleitet werden kann – neu definiert. Zum Schutzbereich I gehören die Gemarkungen der Ortsteile Berge (ohne Neuenrode), Eichenberg, Hebenshausen und Marzhausen. Zum Schutzbereich II gehören die Gemarkungen von Hermannrode und Neuenrode.

Nach Ermittlung des Gefahrenpotenzials ergibt sich, dass für den Schutzbereich I ein Einsatzleitwagen (ELW), ein Hilfeleistungslöchgruppenfahrzeug (HLF) und ein Staffellöschfahrzeug (StLF) vorgehalten werden müssen. Für den Schutzbereich II kommt ein wasserführendes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) dazu. Zusätzlich sollte ein Mannschaftstransportwagen in der Gemeinde vorgehalten werden, heißt es in dem Plan. Vorhanden sind mit Stand vom 31. Dezember 2020 ein LF, ein ELW, ein HLF und zwei TSF-W. Notwendige Umwidmungen von Fahrzeugen, Verkäufe und die Einleitung von Neubeschaffungen wurden bereits in Gang gesetzt.

In der gesamten Gemeinde sind 40 Feuerwehrleute verfügbar. Laut einer Erhebung der Feuerwehrleitung vom November vergangenen Jahres ist während 9 und 13 Uhr eine „hilfsrelevante taktische Größe“ einer Staffel mit sechs Personen verfügbar. Zwischen 6 und 9 Uhr sowie zwischen 13 und 18 Uhr ist eine Gruppe von drei Personen oder mehr verfügbar. Für den Schutzbereich II ist die notwendige Mindestanzahl an Personal erfüllt, im Schutzbereich I gibt es eine Unterdeckung.

Durch die Fusion der Wehren ergeben sich auch andere Bedürfnisse an den Feuerwehrhäusern. Laut des Bedarfs- und Entwicklungsplans sind die Häuser in Berge, Eichenberg, Hebenshausen und Marzhausen nicht mehr notwendig beziehungsweise nicht mehr geeignet. Nur das Feuerwehrhaus un Hermannrode kann für den Schutzbereich II erhalten bleiben. Allerdings müssen hier kurzfristig Mängel, die der Technische Prüfdienst festgestellt hat, behoben und mittelfristig aktuelle Normen und Vorschriften umgesetzt werden.

Für den Schutzbereich I ist ein neues Haus erforderlich, das wegen der Hilfsfristen im östlichen Berge oder in Hebenshausen liegen muss. Das Haus in Berge soll aufgegeben werden, da es nicht erweitert werden kann. Für das Feuerwehrhaus in Hebenshausen soll geprüft werden, ob eine Erweiterung oder ein Neubau sinnvoller ist, da das jetzige Gebäude zum Beispiel nur zwei Stellplätze hat.

Für die Jugendfeuerwehr soll geprüft werden, ob der Jugendraum in einem nicht mehr benötigten Feuerwehrhaus unterkommen kann. (nde)

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