Wehr soll offiziell fusionieren

Zu teuer: Künftig nur noch ein Feuerwehr-Stützpunkt in Neu-Eichenberg

Künftig soll es für Neu-Eichenbergs Feuerwehr, hier die Halle in Hebenshausen, nur noch einen Stützpunkt geben.
+
Künftig soll es für Neu-Eichenbergs Feuerwehr, hier die Halle in Hebenshausen, nur noch einen Stützpunkt geben.

Will die Feuerwehr in Neu-Eichenberg Kosten sparen, dann muss die offizielle Zusammenführung der einzelnen Wehren zu einer Gemeindefeuerwehr nun kommen – Übungen werden bereits gemeinsam absolviert. Das berichtete Bürgermeister Jens Wilhelm (SPD) am Montag während der Gemeindevertretersitzung.

Neu-Eichenberg – Vorausgegangen war eine genaue Inspektion der Gebäude, Ausrüstungen und Fahrzeuge aller Wehren. Dabei wurden kostenintensive Mängel entdeckt, wie noch nicht getrennte Umkleiden und Duschen für Männer und Frauen, zudem müsste für jedes Feuerwehrhaus ein Notstromaggregat angeschafft werden, das pro Stück mit rund 8000 Euro zu Buche schlägt, so Wilhelm.

Außerdem muss das Marzhausener Feuerwehrfahrzeug ersetzt werden. Es wurde bereits stillgelegt und durch das Eichenberger Fahrzeug ersetzt. Da dieses Wasser führt, sei damit auch das Problem mit der Wasserversorgung in dem Ort behoben.

Beim hessischen Innenministerium sei ein neues Löschfahrzeug 10 (LF10) inklusive Ausrüstung zum Katastrophenschutz beantragt worden, sagte Wilhelm. Bei einem Vor-Ort-Termin im Ministerium sei allerdings deutlich geworden, dass es nicht genug Feuerwehrleute gibt, wenn das Fahrzeug ausrückt und ein weiterer Einsatz in Neu-Eichenberg notwendig wird. Daher sei geraten worden, eine kleine, schlagkräftige Truppe für Neu-Eichenberg aufzustellen und ein kleineres Fahrzeug zu beantragen, auch wenn es für dieses eine geringere Förderung gebe. In der Haushaltssitzung sollen die Gemeindevertreter entscheiden, ob ein kleineres Fahrzeug als das LF10 beantragt werden soll.

Um Kosten einzusparen, sollen nun die Wehren inklusive Fahrzeuge und Hallen offiziell zusammengeführt werden. Bei einem gemeinsamen Stützpunkt müssten zum Beispiel nur ein Mal Duschen und Umkleiden umgebaut und nur ein Notstromaggregat angeschafft werden, erklärte Wilhelm. Ausnahme dabei ist Hermannrode, hier soll es einen Außenposten geben, um die Hilfeleistungszeiten gewähren zu können. Sowohl Gemeindevorstand als auch die Wehrführer haben sich für die Zusammenführung ausgesprochen, sagte der Bürgermeister.

Bis Frühjahr 2021 müsse ein Konzept für die kommenden Jahre erstellt werden, in das auch ein mögliches Sondergebiet Logistik oder alternative Nutzungen des Areals eingearbeitet werden müssen, dieses wird von Feuerwehrkameraden erstellt. Zudem, so Wilhelm, muss entschieden werden, ob ein neuer, zentraler Standort für die Feuerwehr gebaut oder eine bestehende Halle umgebaut wird. Die Kosten für einen neuen Standort schätzt er mit rund 1,2 Millionen Euro ein. Diese werden vom Land Hessen mit 30 bis 40 Prozent gefördert, der Kreis gibt 10 Prozent dazu.

Bereits gestartet wurde das Vergabeverfahren für einen Einsatzleitwagen. Hierfür gab es bereits 60 000 Euro Förderung. Zudem wird er vom Land mit rund 43 000 Euro bezuschusst, 10 Prozent der Kosten trägt der Kreis. Damit werden die Kosten wohl gedeckt, erklärte Wilhelm. (nde)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.