Wehrführer von Neu-Eichenberg nun doch für Fusion der Feuerwehren

Neu-Eichenberg. Die Wehrführer aller fünf Neu-Eichenberger Ortsteilwehren haben beschlossen, den Weg zu einer einzigen Feuerwehr zu gehen.

Sie wollen deshalb bei Gemeindevorstand und Gemeindevertretung einen Antrag zu einer Zusammenlegung der Wehren stellen. Das teilten Nico Horn (Berge), Herbert Preißler (Eichenberg), Michael Schafhaupt (Hebenshausen), Tobias Laudahn (Hermannrode) und Herbert Albrecht-Vogelsang (Marzhausen) jetzt in einer gemeinsamen Erklärung nach der jüngsten Wehrführerausschuss-Sitzung mit. Der Antrag wurde von allen Wehrführern unterzeichnet, um ein Zeichen in Richtung Politik zu setzen.

„Nachdem die Diskussion über eine Zusammenlegung seit einigen Jahren geführt wurde, wollten die Verantwortlichen jetzt handeln, um dies aktiv mitgestalten zu können, bevor es von höheren Instanzen verordnet wird“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Gemeindegremien müssten nun klären, wie die Zusammenlegung erfolgen und was mit Gebäuden und Fahrzeugen passieren soll.

Eine Raumumnutzung in Hebenshausen wäre möglich, weil das Feuerwehrhaus für drei Fahrzeugstellplätze ausgelegt sei, so die Wehrführer. „Da aber eine Zehn-Minuten-Frist gilt, würde in jedem Fall der Stützpunkt Hermannrode erhalten werden.“ Damit könnten zwei so genannte Löschbezirke gegründet werden.

Die Wehrführer schlagen die Gründung einer Arbeitsgruppe sowie ein Treffen aller Aktiven vor, damit die Folgen einer Zusammenlegung konstruktiv besprochen werden können. Hierzu will man einen Vertreter einer Feuerwehr einzuladen, dessen Wehr eine solche Zusammenlegung hinter sich hat. „Bei einem freiwilligen Zusammenschluss sind außerdem Fördergelder möglich“, so die Chefs der Ortsteilwehren. So hätte etwa Waldkappel rund 50 000 Euro erhalten.

Gemeindebrandinspektor Frank Burhenne, der diesen Antrag sehr begrüßt, stellt klar, dass die einzelnen Feuerwehrvereine in den Ortsteilen nicht betroffen seien, es gehe allein um die Einsatzabteilungen.

An den Plänen zur Zusammenlegung der Neu-Eichenberger Wehren hatte es zuletzt Kritik gegeben, vor allem aus den Reihen des Feuerwehrvereins von Berge. (fst)

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