Neubau der Brücke

B80 bei Neu-Eichenberg gen Osten ein Jahr dicht

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Hier kann man ab Januar nicht mehr in Richtung Heiligenstadt abbiegen.

Wer regelmäßig zwischen dem nördlichen Werra-Meißner-Kreis, Hohengandern und dem Heilbad Heiligenstadt unterwegs ist, muss ab Januar längere Umwege in Kauf nehmen.

Grund ist der Abriss und Neubau der Brücke über die Bahnstrecke Richtung Kassel unterhalb von Eichenberg-Dorf und Schloss Arnstein an der Kreuzung B27/B80. Wegen der Bauarbeiten wird die B80 in diesem Bereich vermutlich für ein ganzes Jahr gesperrt.

Witzenhausen: B80 bei Neu-Eichenberg gen Osten ein Jahr dicht

Wie Hessen-Mobil-Sprecher Joachim Schmidt mitteilt, beginnen die Vorarbeiten ab dem 6. Januar. „Die Umleitung in Richtung Hohengandern verläuft ab Neu-Eichenberg über die B27 bis zur A38 Anschlussstelle Friedland, von dort weiter bis zur Anschlussstelle Arenshausen und dort zurück auf die B80 und umgekehrt.“ Wer nicht über die Autobahn fahren kann oder darf, kann von Neu-Eichenberg über Friedland, Reckershausen und Kirchgandern nach Hohengandern gelangen. „Die Zufahrt zum Gut Arnstein ist von Hohengandern kommend frei“, so Schmidt.

Umleitung über Göttingen 

Falls es zu größeren Behinderungen auf der A38 kommen sollte, etwa durch einen schweren Unfall, wird der Verkehr in Fahrtrichtung Ost weiträumig über Eschwege und Mühlhausen, in Fahrtrichtung West über Worbis und Duderstadt nach Göttingen umgeleitet. Die Bauarbeiten an der 1914 gebauten Sandsteinbrücke sind nötig, weil die in den 1960er Jahren in die Gewölbebögen eingezogene Stahlkonstruktion saniert werden muss. Laut Schmidt sei die Brücke vor der Freigabe der A38 durch den Schwerverkehr auf der B80 und B27 stark belastet worden.

„Für den Abbruch sind Gleissperrungen auf der darunterliegenden Bahnstrecke erforderlich und die stromführende Bahn-Oberleitung ist aus Sicherheitsgründen abgeschaltet“, erläutert Schmidt das Vorgehen. Die dafür notwendigen Sperrpausen gibt die DB Netz AG vor. Die erste Sperrung des Gleises soll am 3. Februar 2020 sein. Die Brücke soll dann in Teile geschnitten und mit einem Autokran herausgehoben werden.

Brücke aus Fertigteilen 

Die neue Brücke soll aus fünf Fertigteilträgern aus Stahlbeton konstruiert werden, so Schmidt. Sie soll eine Breite von rund 24 Meter zwischen den sogenannten Widerlagern bekommen, also den Punkten, wo die Brücke am Hang aufliegt. Diese Widerlager werden auf Bohrpfählen mit einem Durchmesser von 1,2 bis 1,5 Metern gegründet, die 16 Meter in den Untergrund getrieben werden sollen. Insgesamt sollen die Arbeiten 5,1 Millionen Euro kosten. Die Kosten werden zwischen der Deutschen Bahn (54 Prozent) und dem Bund (46 Prozent) aufgeteilt, so Schmidt.

Gleichzeitig soll auch im Verlauf der B80 Richtung Hohengandern eine weitere, etwa 250 Meter entfernt liegende Brücke über die Bahnstrecke instandgesetzt werden. Sie wurde 1962 gebaut und ist 29 Meter breit. Für diese Arbeiten wird die Bahnstrecke Richtung Eschwege am 13. Januar erstmals gesperrt. Die Sanierungskosten von 600.000 Euro übernimmt der Bund.

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