Sondergebiet in Neu-Eichenberg

Zweite Themenwerkstatt zum Ausstieg aus dem Logistikgebiet

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Neu-Eichenberg. Bis Freitag haben die Kritiker noch Zeit, ihre Stellungnahmen zu den geplanten Änderungen im Bauleitplan abzugeben.

Noch bis zum 20. April dauert das Offenlegungsverfahren – und damit war die Frist auch eine der dominierenden Themen am Montag während der zweiten Themenwerkstatt „Den Ausstieg denken“, zu dem das Hebenshäuser Hofprojekt und der Dorfgarten eingeladen hatten.

Rund zweieinhalb Stunden beschäftigten sich die gut 50 Teilnehmer mit den neuesten Ereignissen, wie der Kündigung von verpachteten Ackerflächen auf dem geplanten Logistikgebiet, wie Mit-Organisatorin Anja Banzhaff erklärte.

Und immer wieder ging es um die Stellungnahmen. Die werden gegebenenfalls, so Mit-Organisator Simon Arbach, in den Bauleitplan eingearbeitet. Nach der Sommerpause der Gemeindevertreter soll dieser dann noch mal offengelegt werden, bevor die Gemeindevertreter schlussendlich über den Plan abstimmen. Elise Ewald vom Organisations-Team berichtete von den geplanten Änderungen. Unter anderem sollen die maximalen Firsthöhen der Logistikgebäude von 13,5 auf 16 Meter gesetzt werden und ein Wallbau soll nicht mehr vorgeschrieben sein.

„Wir halten es für sinnvoll, bei den Stellungnahmen vor allem auf die Änderungen einzugehen“, riet Arbach den Teilnehmern, während bei den Teilnehmern mehrmals gefordert wurde, dass möglichst viele dieser Schreiben bis 20. April bei der Gemeindeverwaltung eingehen. Dort wollen die Kritiker auch die Unterschriften gegen das Sondergebiet am 20. April um 11 Uhr abgeben. Nach eigener Aussage waren es am Montagabend bereits 259 Signaturen. Weitere sollen gesammelt werden.

Seit dem ersten Treffen im März – so wurde aus den Arbeitsgruppen berichtet – sei unter anderem die Anfrage an Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth und Rabea Weiser, Vorsitzende der Gemeindevertretung, ergangen, ob eine weitere Bürgerversammlung zum Logistikgebiet stattfinden werde. Dies sei negativ beschieden worden mit der Begründung, eine Versammlung sei erst wieder nötig, wenn ein Investor seine Pläne vorstelle. Zudem wurden Erzählcafés organisiert und Gespräche mit Gemeindevertretern geführt, die intensiviert werden sollen.

Eine weitere Gruppe beschäftigte sich mit Ausstiegsszenarien, etwa mit genossenschaftlicher Nutzung des rund 100 Hektar großen Areals.

Auch eine Internetseite wurde in der Zwischenzeit erstellt, berichteten Mitglieder der Arbeitsgruppe Öffentlichkeit. Zudem wollen sie mit Aufklebern und Plakaten auf ihren Protest hinweisen – auch mit dem Hintergrund: „Firmen, die sich ansiedeln wollen, schauen erst einmal, ob es Widerstand gibt“, so ein Mitglied der Gruppe.

Angesichts der Frist für die Stellungnahmen wurde die Diskussion um die Gründung einer Bürgerinitiative auf das nächste Treffen am 24. Mai verschoben.

Infos gibt es hier.

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