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Kritik an Tunnelkonzept für neue A44: Nur Freiwillige Feuerwehren zuständig?

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Von: Gudrun Skupio

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Die Bauarbeiten am Tunnel Hirschhagen bei Hessisch Lichtenau im Sommer 2017 © Malmus

Werra-Meißner. Die sieben Anrainerkommunen der neuen A44 ab Kassel Richtung Osten äußern teils heftige Kritik am Konzept für die Tunnelbrandbekämpfung.

„Die Autobahn mit dem zweitlängsten Straßentunnel und der längsten Tunnelkette Deutschlands soll allein durch Freiwillige Feuerwehren betreut werden, die dafür rund um die Uhr einen Löschzug mit 22 Feuerwehrleute vorhalten müssen“, kritisiert Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Michael Heußner, dessen Wehr künftig für 30,5 Kilometer Autobahn zuständig ist. 

In den 13 Tunneln sei die Auswirkung von Unfällen erheblich größer als auf freier Strecke. Hinzu komme die Gefahr durch extreme Steigungs- und Gefällstrecken im Tunnel Hirschhagen, gerade hier könnten Turbolader versagen und in Flammen aufgehen. Dass dies wahrscheinlich ist, zeige ein Gutachten, das von Hessen-Mobil in Auftrag gegeben wurde. Es prognostiziert jährlich 676 Unfälle, 105 davon in Tunneln, darunter 36 Fahrzeugbrände, darunter statistisch gesehen acht in Tunneln.

Heußner kritisiert, dass nur die Erstausstattung der Wehren vom Land gestellt wird, Folgebeschaffungen selbst getragen werden müssen. Vor dem Hintergrund, dass der Fördersatz für Wehren mit überörtlichen Aufgaben 50 statt 30 Prozent betrage, und in Anbetracht der „überschaubaren Unterhaltungskosten“ erfolge keine weitere Förderung, sagt Marcus Gerngroß, Sprecher des Innenministeriums. 

Zudem könne die Ausrüstung (Fluchthauben, Blindenstöcke und Langzeitatemgeräte) auch im kommunalen Einsatz verwendet werden, sagt Wolfgang Harms, Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Was die Sicherheit betreffe, seien überall Schranken, die durch die Leitzentrale aktiviert werden können, und Ampeln vorgesehen. Die als zeitraubend bemängelten, verschraubten Notüberfahrten wurden durch Baken ersetzt, die herausgezogen oder überfahren werden können. Automatische Löschanlagen seien laut Richtlinien nicht vorgesehen. 

Was die Kommunen zu dem Problem sagen, lesen Sie in der gedruckten Donnerstags-Ausgabe der HNA.

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