Gemeindevertretung Herleshausen beschließt

Neue Eintrittspreise: Sommertarif für Kinder im Hallenbad Herleshausen

Neue Regeln: Freien Eintritt für Kinder bis sechs Jahre, einen vergünstigten Sommerferientarif für Kinder sowie die generelle Anhebung der Eintrittsgelder.
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Neue Regeln: Freien Eintritt für Kinder bis sechs Jahre, einen vergünstigten Sommerferientarif für Kinder sowie die generelle Anhebung der Eintrittsgelder.

Freier Eintritt in das Hallenbad für Kinder bis sechs Jahre, einen Sommerferientarif für Kinder sowie die generelle Anhebung des Eintritts hat die Gemeindevertretung Herleshausen beschlossen.

Herleshausen – Die Neufassung der Gebührenordnung für das Hallenbad Herleshausen wurde am Dienstagabend von den Fraktionsmitgliedern ausgiebig diskutiert.

Neufassung

Um die Defizite des Hallenbadbetriebs im Haushalt zu decken, will die Gemeinde an zwei Stellschrauben drehen, erklärte Böckmann: Strom- und Gaskosten sollen gesenkt werden, indem die Anlagen im Bad modernisiert werden, und die Einnahmen sollen erhöht werden, durch eine Anpassung bei den Eintrittspreisen. Das Einzelticket soll für unter 18-Jährige nun 3,20 Euro statt 3 Euro und für Ältere 4,80 Euro statt 4,20 Euro kosten (10er-Karte: von 21,50 Euro auf 25,50 Euro für Kinder und von 36 Euro auf 42,50 Euro für Erwachsene). Außerdem sollen keine Fünfer-Tickets, Halbjahres- sowie Jahreskarten mehr angeboten werden, sondern 25er-Karten (54 bzw. 90 Euro). Das vereinfache die Verwaltungsarbeit im Bad, so Böckmann.

Diskussion

Als „Systemumbruch“ bezeichnete der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Bauer das Streichen der Jahreskarte und argumentiert mit höheren Kosten für den Sportverein und die Mitglieder. Hier gäbe es, so Böckmann, bereits eine Lösung. So könnten beispielsweise Vereinen und Kindergärten Vergünstigungen eingeräumt werden.

Burghard Scheld (SPD) befürchtet, die Vielschwimmer werden „wegbrechen“. Carolin Gisselmann als Fraktionssprecherin der WSRG legte schließlich einen gemeinsamen Antrag mit der CDU vor, in dem der freie Eintritt für Kinder von vier auf sechs Jahre erhöht und ein Sommerferientarif für Kinder bei der 10er-Karte (20 Euro) eingeführt werden soll. Sie forderte mit dieser Ergänzung zu den neuen Eintrittspreisen, „Kinder und Familien zu fördern“. Fabian Rauschenberg (SPD) kritisierte die Argumentation des Bürgermeisters. „Wir sollten versuchen, so viele Leute wie möglich in das Bad zu bekommen.“ In Zeiten von Amazon- und Netflix-Abos entspreche eine „Flatrate dem Trend der Zeit“. „Jahreskarten für unser Hallenbad sind nicht der Renner“, erwiderte Böckmann. Inzwischen böte Herleshausen als einzige Kommune im Kreis diese Version an.

Franziska Mayer (SPD) beantragte die Verlegung des Punktes in den Haupt- und Finanzausschuss und wurde von Walter Göpel (WSRG) unterstützt.

Abstimmung

Bei der anschließenden Abstimmung ließ der Vorsitzende Manfred Kraus zuerst über den Antrag der WSRG/CDU, der auch die allgemeine Erhöhung der Eintrittspreise inkludierte, abstimmen. Mit sechs Ja-Stimmen und vier Gegenstimmen wurde der Beschluss gefasst.

Das sorgte bei der Herleshäuser SPD-Fraktion für Unmut, weil anschließend nicht mehr über die Verlegung in den Ausschuss abgestimmt wurde. Es folgte ein hitziges Wortgefecht und ein Antrag von Gisselmann auf Unterbrechung der Sitzung, um sich zu besprechen. Nach der Unterbrechung erfolgte erneut die Abstimmung über den Beschluss von WSRG/CDU mit demselben Ergebnis.

Wieder monierte die SPD, dass ihr Beschlussantrag nicht zur Abstimmung kam. „Die Anträge sind von gleicher Qualität“, sagte daraufhin Kraus, daher obliege es ihm als Vorsitzendem, welcher zuerst abgestimmt werde.  (Hanna Maiterth)

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