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„Neue Qualität der Teilhabe erreichen“: Inklusion im Sport

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Von: Stefanie Salzmann

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Menschen mit geistiger Behinderung sollen aktiv ins Sportgeschehen einbezogen werden. Dafür sollen neue Strukturen geschaffen werden. Archiv
Menschen mit geistiger Behinderung sollen aktiv ins Sportgeschehen einbezogen werden. Dafür sollen neue Strukturen geschaffen werden. Archiv © ArchivFoto: Werner Spitzkopf

Der Werra-Meißner-Kreis wurde als eine von 30 Modellregionen für Inklusionssport benannt, die vom Bundessozialministerium gefördert werden.

Werra-Meißner – Der Werra-Meißner-Kreis ist einer von 30 Kommunen beziehungsweise Landkreisen, die vom Bundessozialministerium für ein vom Bund gefördertes Projekt ausgewählt wurden, bei dem es um die Förderung von Inklusion mit Schwerpunkt Sport geht.

Special Olympics Deutschland (SOD) hat sich letztes Jahr im Rahmen des Projekts „Live – Lokal Inklusiv Verein(tes) Engagement“ in fünf Modellregionen auf die Suche nach Kommunen gemacht, die Inklusion vor Ort mit Fokus auf den Sport vorantreiben möchten, teilt die Kreisverwaltung jetzt mit.

Nun wurden 30 Kommunen aus den fünf Modellregionen Brandenburg, Baden-Württemberg/Hessen, Bremerhaven/Hamburg, Niedersachsen und Sachsen/Sachsen-Anhalt ausgewählt. „Wir freuen uns, dass der Werra-Meißner-Kreis auch dabei ist“, sagt Landrätin Nicole Rathgeber.

In dem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Projekt gehe es darum, nachhaltige inklusive Strukturen in den Kommunen unter aktivem Einbezug von Menschen mit geistiger Behinderung auf- und auszubauen. „Live ist eine tolle Möglichkeit, Brücken zu schaffen, um Menschen mit Unterstützungsbedarf mehr einzubeziehen“, erklärt Michael Lofink, Athletensprecher von Special Olympics Baden-Württemberg und Mitglied im bundesweiten Beratungsgremium „Teilhabe vor Ort“.

„Wir sind – wie kürzlich schon beim Host-Town-Projekt für die Special Olympics World Games 2023 – begeistert von der großen Resonanz auf unsere kommunalen Projekte“, sagt Christiane Krajewski, Präsidentin von Special Olympics Deutschland. „Mit Live werden wir gemeinsam mit den benannten Kommunen und mit der Unterstützung der Förderer und Partner eine neue Qualität der Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung erreichen.“ Bei Live sei besonders wichtig, dass Menschen mit geistiger Behinderung miteinbezogen werden und die Entwicklung vor Ort mitbestimmen. Sie können sich im Rahmen des Projekts durch eine mehrtägige Schulung zu sogenannten Teilhabe-Beratenden ausbilden lassen und die Kommunen dann aktiv begleiten und beraten.

Konkret wird es nun neben der Ausbildung von Teilhabe-Beratenden darum gehen, die inklusiven Projektideen der Kommunen umzusetzen, Netzwerke aufzubauen und neue (Sport-)Angebote zu schaffen. „Wir werden jetzt mit unseren Partnern vor Ort, den Werraland Lebenswelten, dem Sportkreis Werra-Meißner und der Sportjugend daran gehen, die Aktionspläne aufzustellen und mit Leben zu erfüllen, darauf freuen wir uns sehr“, so Nicole Rathgeber.

Erik Hogreve, Sportkoordinator der Werraland Lebenswelten, dazu: „Unsere Erfahrung in der Organisation von inklusiven Sportveranstaltungen ist ein enormer Vorteil, um im Rahmen des Projekts gemeinsam mit starken Partnern ein attraktives Sport- und Bildungsprogramm zu realisieren.“

Aus Sicht des Sportkreises Werra-Meißner wird besonders der Aspekt der Nachhaltigkeit wichtig. „Einmalige Aktionen schaffen zwar ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, wichtig bleibt aber die langfristige Integration von Menschen mit Behinderung“, so Dr. Jörg Möller, in den organisierten Sport zu ermöglichen.  (red/salz)

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