Neuer Leitfaden: Kreis will Kinder fitter für soziale Netzwerke machen

Ein Selfie für das Amtsalbum: Jugendförderer Armin Bahl, Landrat Stefan Reuß, Dirk Rudolph (Medienzentrum) und Schulsozialarbeiter Daniel Schindewolf folgen dem Trend zur Eigenfotografie. Foto:  Sagawe

Werra-Meißner. Mädchen und Jungen in den sechsten und siebten Klassen an den Schulen im Werra-Meißner-Kreis sollen besser im sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken geschult werden.

In einem gemeinsamen Projekt haben die Kreisjugendförderung, das Medienzentrum Werra-Meißner und die Schulsozialarbeit dazu jetzt einen Leitfaden für den Unterricht in den Förderstufen und der Sekundarstufe I erarbeitet.

„Die Jugendlichen können mit den modernen Medien umgehen, wissen aber oft nicht, was sie tun“, sagt Dirk Rudolph vom Medienzentrum. Gemeinsam mit Jugendförderer Armin Bahl und Daniel Schindewolf, Sozialarbeiter an der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf, hat er die Broschüre und das Konzept für einen Projekttag an den Schulen entwickelt.

Eine große Rolle spielen darin die Gefahren, die im Netz lauern. Mobbing ist ein wichtiges Stichwort. Dabei seien gerade hier die Grenzen fließend, wissen die Autoren der 50-seitigen Broschüre, die in diesen Tagen an die Schulen verteilt wird und außerdem beim Werra-Meißner-Kreis zu bekommen ist.

Landrat Stefan Reuß empfiehlt eine differenzierte Bewertung der sozialen Netzwerke: „Nicht alles ist gut, aber auch nicht schlecht; wir müssen die Gefahren aufzeigen.“ Reuß sagt aber auch: „Die Netzwerke sind eine Riesenchance.“

Kinder und Jugendliche, die sich in den sozialen Netzwerken bewegen, sollen wissen, dass auch dort Regeln einzuhalten sind. „Und die Eltern“, sagt Schulsozialarbeiter Daniel Schindewolf, „müssen sich bewusst sein, dass sie für das haften, was ihre Kinder tun.“

Mit der Broschüre können Lehrer direkt in den Unterricht gehen. Vorformulierte Artbeitsblätter werden mit dem Leitfaden ebenso angeboten wie die umfangreiche Bewertung juristischer Aspekte.

Von Harald Sagawe

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