Am Dienstag herrschte noch Funkstille

Neuer Mobilfunk-Sendemast in Hitzelrode

Enttäuschte Gesichter bei Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill (von links) und den Ortsvorsteher Bernhard Mensing (Neuerode) und Erwin Roth (Hitzelrode). Entgegen der Ankündigung der Telekom kam vom neuen Mast kein Signal.
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Enttäuschte Gesichter bei Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill (von links) und den Ortsvorsteher Bernhard Mensing (Neuerode) und Erwin Roth (Hitzelrode). Entgegen der Ankündigung der Telekom kam vom neuen Mast kein Signal.

Da half kein verzweifeltes Drücken und Wischen auf dem Smartphone – zumindest am Dienstag war der neue Mobilfunk-Sendemast der Telekom noch nicht auf Senden und Empfangen geschaltet.

Hitzelrode – Bei Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill und den beiden Ortsvorstehern von Neuerode und Hitzelrode Bernhard Mensing und Erwin Roth, die extra an den Zenit des digitalen Zeitalters für die Meinharder Höhendörfer gefahren waren, blieb es erst mal bei der gewohnten Funkstille. In den nächsten Tagen soll das Netz der Telekom jetzt freigeschaltet werden.

Seit April dieses Jahres steht der Sendemast, errichtet hatte ihn im Frühjahr die Deutsche Telekom für 380 000 Euro. Zugesagt hatte das Unternehmen die Freischaltung des Mobilfunknetzes in den Meinharder Höhendorfern zunächst für Pfingsten dieses Jahres, dann hatte sich der Termin auf den vorigen Montag verschoben.

Aber auch am gestrigen Dienstag blieb es dabei: kein Empfang. Brill bestätigte, dass bereits im Frühjahr Strom verlegt worden war. „Ich sehe einen Mast, ich sehe Antennen, ich höre Strom – es sieht aus wie ein Mobilfunkmast“, sagt Brill, der am Montag noch mal mit der Telekom Kontakt aufgenommen hatte und die Freischaltung eigentlich für heute bestätigt bekam.

Auch Hitzelrodes Ortsvorsteher Roth, der sich in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Motzenrodes ehemaligen Ortsvorsteher Karsten Hose immer wieder um eine Anbindung der Höhendörfer an das Mobilfunknetz bemüht hatte, war sichtlich enttäuscht.

Doch da immerhin der Mast steht, wollen sie die Hoffnung nicht aufgeben. Gerhold Brill rechnet fest damit, dass in den nächsten Tagen das Netz der Telekom freigeschaltet wird und Hitzelrode und Motzenrode den Schritt in die Digitalisierung gehen können.

Auch ein weiteres eklatantes Problem der Höhendörfer soll sich damit lösen „Damit funktioniert dann auch der Digitalfunk unserer Feuerwehren“, weiß Ortsvorsteher Roth. Die Höhendörfer der Gemeinde Meinhard seien lange genug im Funkloch gewesen.

Jetzt nach eineinhalb Jahren Planung, Vorbereitung und Bau will die Telekom künftig die Ortsteile Hitzelrode, Motzenrode und Neuerode versorgen, auch der Wanderweg P4 in der Hessischen Schweiz soll damit erschlossen werden.

Die Telekom will den Mast auch für den Anbieter O2 und weiter Mobilfunkanbieter freigeben. Unterdessen hatte der höchst gelegene Ortsteil in der Hessischen Schweiz in den vergangenen fünf Jahren gut aufgerüstet, denn inzwischen gibt es dort auch Breitbandanschlüsse für schnelles Internet.

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