PORTRÄT

Bernhard Mensing wird in Neuerode allen Vereinen im Dorf gerecht

Ortsvorsteher und Feuerwehr-Vereinschef: Bernhard Mensing, hier vor der Bilderwand, ist in Neuerode und der Gemeinde Meinhard ein Vorbild im Ehrenamt.
+
Ortsvorsteher und Feuerwehr-Vereinschef: Bernhard Mensing, hier vor der Bilderwand, ist in Neuerode und der Gemeinde Meinhard ein Vorbild im Ehrenamt.

Er dreht praktisch an jeder Stellschraube: Bernhard Mensing wird allen Vereinen in Neuerode gerecht.

Neuerode – Das Vereinsleben wird im Meinharder Bergdorf Neuerode intensiv, sprich, in ganz besonderem Maße gepflegt. Das drückt allein der Blick auf die im Jahre 2005 gegründete Vereinsgemeinschaft aus, die quasi als Dach über den Einwohnern gebaut wurde, die sich bei der Vielfalt der Angebote ganz unterschiedlich engagieren. Wichtig dabei sind natürlich die Köpfe, die an der Spitze stehen und die Verantwortung nicht scheuen.

Und so eine Spitze ist Bernhard Mensing. Ohne ihn geht nichts, er wird allen Vereinen gerecht und dreht praktisch an jeder Stellschraube, wenn es im 400-Seelen-Ort um das Miteinander geht. Als gewählter Sprecher der Vereinsgemeinschaft koordiniert er seit sechs Jahren die Zusammenarbeit von Heimat-, Schützen- und Dialektverein, der Feuerwehr, des Kirchenvorstandes, der VdK-Ortsgruppe, der Fußballer, vom Tischtennisverein, dem Gemischten Chor, den Jagdgenossen, dem Ortsbeirat sowie den beiden politischen Parteien von SPD und CDU.

Nachwuchsförderung

Unterschiedlicher kann seine Arbeit als Führungskraft nicht sein, den Löwenanteil nimmt sicherlich die Feuerwehr ein. Als er 2018 nach 22 Jahren das Amt des Wehrführers an Michael Heeren übergab, hat er die Aufgaben als Vorsitzender des Feuerwehrvereins, die er im Januar 2007 übernommen hat, mit der gleichen Energie weitergeführt. Und trotz seines unermüdlichen Einsatzes spart der aktive Feuerwehrmann, der den Titel eines Brandmeisters trägt, nicht mit kritischen Worten: „Während die Verwaltungsauflagen immer mehr werden, findet der Mensch immer weniger Beachtung. Dabei sind es gerade die Feuerwehrvereine, die die Basis für die Fortführung und Sicherung des Brandschutzes garantieren“, macht Bernhard Mensing beim WR-Gespräch mit Nachdruck deutlich, dass ihm die Nachwuchsarbeit und -ausbildung besonders am Herzen liegen.

Viele junge Leute

„Wenn ich auf die jungen Leute in Neuerode schaue, bin ich absolut positiv gestimmt“, so der 62-Jährige, der nicht zuletzt als Ortsvorsteher die relativ hohe Zahl von 50 Kindern und Jugendlichen zwischen null und 17 Jahren anspricht, „die selbstverständlich jetzt und später von uns verlangen, dass wir sie ins Vereinsleben integrieren. Wir haben uns da in der Vorweihnachtszeit etwas Schönes einfallen lassen. Der Nachwuchs wurde gebeten, Bilder zu malen und zur Feuerwehr zu schicken“, erklärt Bernhard Mensing, dass die Rückmeldungen bei ihm für Begeisterung gesorgt haben.

Tolle Bilderaktion

„Immerhin 31 Bilder haben wir bekommen und quasi für jeden sichtbar am Eingangstor des Feuerwehrgerätehauses zu einer kleinen Ausstellung zusammengestellt“, schwärmt der Vorsitzende, der seit 2007 in Personalunion auch noch das Amt des Gerätewartes ausübt.

Zweimal an der Spitze

Vor zwei Jahren sah es im Dorf der „Klippenfüchse“ sowohl um den Heimatverein als auch um den Schützenverein nicht unbedingt gut aus. Auch an dieser Stelle konnte Bernhard Mensing nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Von seinem tiefen Inneren getragen, hat er bei beiden Vereinen das Amt des ersten Vorsitzenden übernommen und den Weg in eine gedeihliche Zukunft wieder geebnet.

Auch als Musiker tätig

„Auch wenn Corona die Übungsstunden momentan lahmgelegt hat, so bin ich gerne als Bassist bei den fidelen Egerländern aktiv, wo Peter Habla das Zepter im wahrsten Sinne des Wortes schwingt“, spannt Bernhard Mensing den Bogen zum Gemischten Chor und den Naturfreunden Neuerode sowie zum Museumsverein in Schwebda, wo er passives Mitglied ist und mit seinem finanziellen Beitrag zu den Unterstützern gehört.

Als Hospitant begonnen

Der Berater im Finanzbereich für mittelständische Unternehmen engagiert sich seit der Kommunalwahl in 2016 auch auf der politischen Schiene. „Als mich Peter Zeich und Carsten Degenhardt um meine Kandidatur gebeten haben, war ich zunächst kein Mitglied in der CDU, sondern ich habe mich als Hospitant an das kommunale Aufgabengebiet herangetastet, bin jetzt allerdings seit zwei Jahren Mitglied und mittlerweile Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses in der Meinharder Gemeindevertretung. Und damit noch nicht genug, vor zwei Jahren haben mich die CDU-Mitglieder zum Vorsitzenden der Meinharder Ortsgruppe der Christdemokraten gewählt“, konstatiert der 62-Jährige, dass er 2016 mit Fokus auf Neuerode sehr gerne das Amt des Ortsvorstehers übernommen hat, um besonders junge Leute an das so wichtige Verantwortungsbewusstsein heranzuführen.

Ziele in der Gemeinde

Auch im Rahmen seiner Tätigkeit in der Gemeindevertretung hat sich Bernhard Mensing drei elementare Schwerpunkte zum Ziel gesetzt: „Ich möchte mithelfen, die Verschuldung der Gemeinde zu reduzieren, mich für nachvollziehbare Ausgaben einsetzen und unsere regionalen Strukturen verbessern“, so der Mann, der fürs Ehrenamt lebt.

Klar, dass sich Bernhard Mensing diesbezüglich bei seiner Ehefrau Petra ganz herzlich bedankt, die ihm bei seiner Vielfalt an freiwilligen Vorgaben stets den Rücken freigehalten hat. (Von Harald Triller)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.